Frauenunion Altena feiert ihren 40. Geburtstag

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Kreisvorsitzende Bernadette Böger (l.) hatte eine kunstvolle Torte für die Ortsgruppe gefertigt. Der Vorsitzenden Gudrun Hein (2.v.r.) gratulierten auch Elfriede Sickart aus Nachrodt (r.) und Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser.

Altena - Es gibt Frauen, die ihren 40. Geburtstag gern verschweigen. Die Frauenunion Altena/Nachrodt-Wiblingwerde gehört nicht dazu. Sie freut sich ganz im Gegenteil sogar schon auf ihren 50. Politik von Frauen für Frauen zu gestalten liegt den Mitgliedern schließlich am Herzen: „Das wollen wir noch einige Jahre machen!“ erklärte Vorsitzende Gudrun Hein.

Unter den Ortsvereinen im Märkischen Kreis ist die Altenaer Gruppe als die bekannt, „die alles gebacken kriegt.“ Was lag für Kreisvorsitzende Bernadette Böger da näher, als eine kunstvolle Torte zu überreichen? Selbst den CDU-Landtagsabgeordneten Thorsten Schick haben die Damen schon an die Spritztüte gebracht.

Im Dezember sollen sie ihn mal wieder in Düsseldorf besuchen. Schick hat die Frauen zum Weihnachtsmarkt eingeladen. Vielleicht bringen sie eine Freundin mit, die gar nicht Mitglied ist. „Das bewundere ich an euch: Ihr habt auch immer nicht-CDU-nahe Menschen mit euren Aktionen angesprochen!“ lobte der Landtagsabgeordnete. Bestes Beispiel dafür war das Einstricken der Mittleren Brücke in sonnigen Farben. Da machten nicht nur Nicht-Mitglieder mit, sondern auch Männer und Leute, die gar nicht aus Altena oder Nachrodt-Wiblingwerde kamen. „Sogar die englische Zeitschrift The Knitter hat damals über Euch berichtet“, fasste Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser dieses Großprojekt zusammen. Sie hatte einen Festvortrag vorbereitet, der die Teilnehmer des Festakts in der Burg Holtzbrinck weit in die Geschichte der Frauenbewegung mitnahm.

In Altena, das zeigte die Geschichte der Frauenunion, war man schon weit: Während die Frauen in der Schweiz im Gründungsjahr der Frauenunion überhaupt erst mal Wahlrecht bekamen, stellte das frische Gremium die Weichen für Frauen im Bürgermeisteramt. Ingeborg Becker hatte diese Stellvertreterrolle ebenso wie ihre Nachrodter Kollegin Elfriede Sickart. „Heute haben wir eine Kanzlerin, keinen Mann mehr als stellvertretenden Bürgermeiser und unsere Gleichstellungsbeauftragte fragt mich manchmal, ob wir nicht mal eine Männervertretung installieren sollten“, fasste Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein zusammen.

Die weiblichen CDU-Mitglieder haben für ihre Stadt viel erreicht. Dabei bilden siegerade mal 0,03 Prozent aller CDU-Mitglieder in Deutschland. Aber es war dieser verschwindend geringe Anteil, der früh eine Stadtteil-Kinderbetreuung ins Leben rief oder die Aktion „Tannenbaum“.

„Ich habe in der Frauenunion gelernt, über den Tellerrand zu blicken“, schilderte Elfriede Sickart ihre Erfahrungen. „Wir haben früher als all anderen gelernt, interkommunal zusammenzuarbeiten. Und zwar mit Herz und Verstand!“ - Von Ina Hornemann

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