„FrauenKunstForum“ beteiligt sich am bundesweiten Aktionstag

Die Kunstaktion in der Fußgängerzone.

ALTENA ▪ „Kultur gut stärken“ lautete der Auftrag zum bundesweiten Aktionstag des deutschen Kulturrates und neun Künstlerinnen des FrauenKunstForums setzten diesen Auftrag am Samstag um.

Zunächst waren die frei schaffenden Künstlerinnen in Iserlohn unterwegs. Mit der Bahn trafen sie am Mittag in Altena ein, dort wurde zunächst die Stadtgalerie als Kulturgut markiert.

Aber auch die Burg Holtzbrinck mit dem angrenzenden Kutscherhaus und Domizil der Werkstatt-Stipendiatin sowie die Bücherei wurden gekennzeichnet.

Das Stimmungsbarometer, das vor der Stadtgalerie entstand, zeigt ein interessantes, positives Bild von Altena: Kaum düstere Farben, sondern fröhlich-bunt hinterließen ältere Einwohner, aber auch sehr viele Kinder farbige Spuren auf dem mitgebrachten Leporello, aber auch auf dem Pflaster. „Das sieht hier ganz anders aus als in Iserlohn, viel kreativer“, bemerkte eine der Künstlerinnen. Allerdings kommt es immer auf den Blickwinkel an, ein Passant wertete das Kunstwerk anders: „Altena liegt von hier aus betrachtet hinter dem Mond“, da ein Junge einen dicken schwarzen Mond vor den „Altena“-Schriftzug in orange malte.

Da die Stimmungsfarben gewollt über den Rand des Leporellos hinaus gemalt wurden, blieb ein Teil des Kunstwerkes in Altena zurück.

Auf dem Rückweg kehrten die Künstlerinnen im Atelier von Ülle Buschmann ein, die einen Imbiss und Getränke vorbereitet hatte. „So nett sind wir in Iserlohn nicht aufgenommen worden“, bedankten sie sich. „Diese Straße hat so schöne Fassaden, wir hoffen, dass sich die Innenstadt wieder mit Leben füllt und allen, die hier etwas bewegen wollen, wünschen wir langen Atem!“, verabschiedeten sie sich. Mit dem Zug fuhren die Frauen nach Werdohl, um auch dort Zeichen zu setzen. Mit dieser Aktion soll in einer Region, in der kommunale Finanznot herrscht, auf die Wichtigkeit kultureller Einrichtungen hingewiesen werden. ▪ Von Silvia Sauser

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