Neues Rahmenkonzept des Technischen Hilfswerks vorgestellt

Frank Herbel soll weitermachen

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Axel Voltmann, Leiter der Regionalstelle Dortmund, und THW-Ortsbeauftragte Frank Herbel (r.) sind seit Jahren ein gutes Team. Voltmann stellte am Donnerstag das neue Rahmenkonzept NRW vor.

Altena - 15 Jahre hat Frank Herbel als THW-Ortsbeauftragter voll und es werden wohl 20 Jahre werden. Am Donnerstag ist er von den Mitgliedern der Führungsgruppe als Ortsbeauftragter vorgeschlagen worden. Seine Ernennung durch den Landesbeauftragten ist nur noch reine Formsache.

Axel Voltmann als Leiter der Regionalstelle Dortmund sagt liebevoll „Ortsverband Herbel“ zu den Altenaern. Am Donnerstag war er in die Brachtenbecker Liegenschaft gekommen, um über das neue Rahmenkonzept NRW zu sprechen. Das gesamte Technische Hilfswerk im Land soll bedarfsgerechter ausgestattet werden. Insbesondere der Aspekt „kritische Infrastruktur“ muss besser abgedeckt werden. Die bislang zu 51 Prozent auf Bergung spezialisierten Gruppen werden auf 41 Prozent reduziert.

Kapazitäten

Die dadurch frei werdenden Kapazitäten werden in die Bildung von Notversorgungsgruppen investiert. „Für einen Ortsverband wie Altena bedeutet das, dass die zweite Bergungsgruppe in eine dieser neuen Einheiten umgewandelt wird“, erklärt Axel Voltmann. Die Einsatzkräfte werden mit der Einspeisung von Strom betraut, auch flächendeckende Ausfälle sollen kompensiert werden können. Auch in puncto Nahversorgung wird das THW in kritischen Situationen stärker gefragt sein und Transportkapazitäten zur Verfügung stellen. Hinzu kommt der Bereich Führung und Kommunikation.

Jahresmitte

Bis zur Jahresmitte will der Landesverband einen Stärke- und Ausbildungsnachweis der Ortsverbände vorliegen haben. Die Dienstbefähigung der aktiven THW-Mitglieder hängt nicht nur davon ab, ob sie gut geschult und körperlich fit sind, sondern auch den notwendigen Impfschutz nachweisen können. Der beinhaltet beim Technischen Hilfswerk Tetanus-, Polio-, Diphterie- und Hepatitisschutzimpfungen. Aktuell verfügt der Ortsverband Altena über 38 voll dienstbefähigte Mitglieder. „Kollegen, die noch nicht den vollen Impfschutz haben, werden zwar natürlich auch eingesetzt, aber arbeiten dann nicht im Frontbereich“, erklärt Axel Voltmann.

Rahmenkonzept

Zur Umsetzung des Rahmenkonzepts NRW wird der Ortsverband Altena auch technisch besser ausgestattet: In der Brachtenbeck wird ein „höchst imposanter“ Telelader stationiert, von dem Axel Voltmann in den höchsten Tönen schwärmt. Des Weiteren werden zur Umsetzung Großstromerzeuger benötigt, Mittel zur Abstützung massiver einsturzgefährdeter Gebäude und Hochleistungspumpen. „In Sachen Aus- und Weiterbildung wird die Installation dieser neuen Gruppen in NRW spannend: Die Ausbildungszentren platzten jetzt schon aus allen Nähten.

Bedarfsanpassung

Aber diese Bedarfsanpassung birgt viele Chancen: Wo ein Boot gebraucht wird, braucht es Bootsführer. Bei Stromausfall gut geschulte Elektriker und auch Leute mit Installationsgeschick werden gebraucht“, so Voltmann. Schwere Technik ist das Pfund, mit dem das THW bei Interessenten wuchern kann. „Zu uns kommen Menschen, die Spaß an richtig massiven Gerätschaften haben“, wissen Frank Herbel und Axel Voltmann. Sie raten: „Kommen und mitmachen!“

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