„Von Frauen und Fischen“

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Paul Advena mit dem Druck „Woman #10“. Das Foto ziert auch die Einladungskarte. ▪

ALTENA ▪ Wie aus den Innereien von Forellen großformatige, florale Muster mit detailreicher Ästethik werden können, zeigt eine Ausstellung in der Stadtgalerie, die heute Abend eröffnet wird.

Der Bonner Künstler Paul Advena zeigt hier unter dem Titel „Von Frauen und Fischen“ eine Auswahl von Fotografien, die in den Jahren 2011 und 2012 entstanden sind. Einen inhaltlichen Zusammenhang zwischen den beiden Sujets sieht Advena nicht. Es handele sich vielmehr um zwei Facetten seines Schaffens, die er auch im künstlerischen Ausdruck ganz unterschiedlich angehe. „Ich fahre gerne auf verschiedenen Gleisen.“ So liegt Advena wenig daran, stets nach einem wiedererkennbaren Schema zu arbeiten, nur um eine vermeintliche „Handschrift“ zu hinterlassen.

Es ist oft Alltägliches, was sich in seinen Fotos findet. So entstanden die ersten Stillleben von Forellenteilen nach einem Fisch-Essen mit Freunden. Hier hat Advena nur wenig arrangiert und ausschließlich mit Tageslicht abgebildet, was auf den Tellern war. Anders ist es bei bis zu 2,30 Meter großen Fotos, auf denen ein kleiner Ausschnitt der Fischreste vielfach wiederholt und gespiegelt wird. Dabei entstehen spannende Musterketten.

Ungewöhnlich auch die Frauenportraits, die Advena mitgebracht hat. Ganz bewusst liegen die Köpfe und Oberkörper weit außerhalb der Schärfenebene. „Anonyme Portraits“ nennt sie der Künstler. Er verwische hier die Grenze zwischen Fotografie und Malerei. ▪ Thomas Keim

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