SPD fordert klare Worte in Sachen Krankenhaus

ALTENA ▪ Die SPD möchte ein Ende der Kommunikationsdefizite, die es in der verganenen Zeit rund um das Thema Krankenhaus gegeben hat und fordert in einer Pressemitteilung den neuen Geschäftsführer Franz Jörg Rentemeister auf, endlich mit offenen Karten zu spielen. „Die Menschen wollen jetzt Klarheit“, appelliert die SPD.

Es sei nun an der Zeit, die Bürger über den aktuellen Stand und die Planungen zu informieren. Erste Lösungsansätze seien laut Presse bereits vorhanden und sollten daher auch kund getan werden. Schließlich sei mittlerweile Anfang November und die von den Krankenhausträgern avisierte Schließung zum Jahresende rücke bedrohlich näher – ohne dass eine klare Perspektive erkennbar sei. In der Vergangenheit sei durch andere Verantwortliche sehr viel Vertrauen zerstört worden, so dass die Altenaer nun endlich konkrete Antworten erwarten würden. Der SPD-Ortsverein weist darauf hin, dass die momentane Situation der Unwissenheit einem riskanten „Spiel auf Zeit“ gleich komme und hofft, dass sich dahinter keine „Hinhaltetaktik“ verbirgt, bei der die Menschen in Altena am Ende die Verlierer sein werden.

Es gehe dabei nicht darum, einen vielleicht viel versprechenden Problemlösungsprozess zu stören. Doch es sei zu befürchten, dass das Krankenhaus durch Zeitverzug und weiterhin unklare Entwicklungsperspektiven einem wachsenden Kostendefizit entgegen steuere, die Menschen in Altena eines Tages vor vollendete Tatsachen gestellt würden und das Krankenhaus nicht mehr zu retten sei.

Unverständlich sei zudem die Äußerung von Rentemeister, er werde das Krankenhaus zum Jahresende nicht schließen, sondern wenn es geschlossen werde, dann weil sich zu wenig Patienten dort in Behandlung begeben würden. Eine solche Aussage zeuge von wenig Rückgrat und Zuversicht. Es sei in der gegenwärtigen Krisensituation völlig unangebracht, zukünftigen Patienten bereits im Vorfeld einer eventuellen Krisenbewältigung den „schwarzen Peter“ zuzuschieben. Die SPD erwarte eine Distanzierung von dieser Aussage. Gleichermaßen halte man es für falsch, dass die mahnenden Demonstrationsplakate in der Innenstadt entfernt worden seien. Die Banner seien ein Zeichen dafür gewesen, wie sehr die Altenaer Bevölkerung an ihrem Krankenhaus hänge. Es bestehe die Gefahr, dass mit den Bannern auch das Thema in Vergessenheit gerate. Altena sei offenbar wieder zu beklagenswerter Gleichgültigkeit und unheilvoller Tagesordnung übergegangen. Dies könne und wolle man nicht akzeptieren.

„Es ist in der Vergangenheit viel zu viel abgewartet, taktiert, ausgewichen und verdrängt worden“ so der SPD- Ortsvereinsvorsitzende Matthias Bergfeld. „Geduld ist eine Tugend, aber wir können uns weiteren Zeitverzug und hoffnungsvolles Verharren nicht leisten.“

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