Und wieder Müll in der Landschaft

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Wild abgekippter Müll am Vossnocken. ▪

NACHRODT-W‘WERDE ▪ Als zuständiger Revierförster ist Christoph Schäfer oftmals der Erste, der von den unerfreulichen Vorfällen erfährt: Möglicherweise am Sonntagabend oder in der Nacht zum Montag haben Unbekannte an zwei Stellen im Gemeindegebiet Müll abgelagert.

Betroffen war zum einen eine Fläche im Wörder Bachtal am „Lahmen Hasen“ zum anderen ein Waldstück „Am Vossnocken“ zwischen Wiblingwerde und dem Gut Sassenscheid.

Im ersten Fall waren es mehrere Säcke mit Abfällen, im zweiten Fall auf Dachpappen und insgesamt sechs Autoreifen. Hieran war eine Einzelheit auffällig: Schäfer berichtet, dass an drei dieser Reifen die innere Wulst herausgeschnitten war, die den Kontakt zur Felge hergestellt. „Die Reifen hatten also sicher mal irgendeine spezielle Funktion - vielleicht als Sonnenschirmständer“, denkt Schäfer laut nach.

Was den Revierförster besonders ärgert: „Diese Art der Abfallbeseitigung nimmt zu“, zeigt sich Schäfer überzeugt. Es sei eben vergleichsweise einfach und mit einem eher geringen Risiko der Entdeckung behaftet, sich auf solch illegale Weise seiner Abfälle zu entledigen. Etwa acht solcher Fälle hat Schäfer im vergangen Jahr beobachtet.

Allein zwei Mal sind die diversen Müllablagerungen – einmal entlang der Brachtenbeck und im zweiten Fall an der Kreisstraße 24 – im vergangenen Jahr von einem eigens beauftragten Unternehmer eingesammelt worden. Das Ärgerliche an der illegalen Entsorgungspraxis: Es ist jeweils der Steuerzahler, der für diese Art der Umweltverschmutzung aufkommen muss. ▪ tk

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