Glocke klingt von der Burg

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Bernd Falz nimmt das Schlagwerk in Betrieb.

Altena - Pünktlich um 8, um 12 und um 18 Uhr wird künftig wieder eine Glocke vom Dach der Jugendherberge auf der Burg erschallen. Möglich wurde das durch die Hilfe der „Freunde der Burg“.

Bei der Dachsanierung an der Herberge hatte sich gezeigt, dass die vorhandene Glocke nicht mehr genutzt werden konnte. „Sie war löchrig“, berichtet Denkmalpflege Jürgen Wagner. Von ihm stammte auch die Idee, für einen Nachfolger zu sorgen. Der hätte aber schnell bis zu 4000 Euro gekostet und wäre klanglich kaum mit dem mitgekommen, was nun installiert worden ist.

Es handelt sich nämlich um eine historische Bronzeglocke aus dem Jahr 1647. Sie dürfte nach Ansicht von Fachleuten von einem wandernden Gießer aus dem Lothringischen angefertigt worden sein und kennt das Lennetal schon recht gut. Die Glocke stammt ursprünglich aus Eringhausen und lagerte zuletzt in den Beständen des Burgmuseums. Die Glocke hat ein Gewicht von 30 Kilogramm und bringt es auf einen Durchmesser von 39 Zentimetern.

Da das Handwerk des Glöckners inzwischen kaum noch ausgeübt werde, so Museumsleiter Stephan Sensen mit einem Augenzwinkern, man andererseits aber die Glocke hören können sollte, entschied man sich für eine Lösung mit einem elektrischen Schlagwerk.

Das wurde gestern durch den Vorsitzenden der Freunde der Burg, Bernd Falz, offiziell in Betrieb genommen. Der Förderverein hatte zuletzt eine Drahtskulptur für das Drahtmuseum gespendet und die Restaurierung eines so genannten „Lüsterweibchens“ (Deckenleuchters) für die Dauerausstellung finanziert. - tk

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