Dem VfB gehen die Mitwirkenden aus

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Alle Vorstandsmitglieder machen weiter: Kerstin Arendt, Dietmar Kriebel, Rainer und Nadine Kremin (v.l.) bleiben dem VfB-Förderverein treu.

Altena - Vereinsarbeit wird mangels freiwilliger Mitwirkender zunehmend schwierig. Das zeigte sich am Sonntag bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins VfB Altena. Rainer Kremin wollte aufgrund seines neuen Postens in der Jugendabteilung nicht mehr als erster Vorsitzender kandidieren. Ein Ersatz war allerdings weit und breit nicht in Sicht.

Rainer Kremins Ansatz war löblich: „Ich möchte Interessenskonflikte vermeiden. Mein Hauptaugenmerk liegt jetzt auf der Jugendförderung, der VfB-Förderverein unterstützt aber alle Abteilungen. Da möchte ich mir nicht Gedanken machen müssen, ob ich in der einen Position jemanden bevorzuge und in der anderen jemanden benachteilige.“

Friedhelm Beyer als Interims-Versammlungsleiter zeigte Bedauern und Verständnis zugleich für Kremins Aussage. Auf Beyers Nachfrage fand sich unter den insgesamt 13 Teilnehmern der Jahreshauptversammlung aber niemand, der Rainer Kremins Posten hätte übernehmen wollen. Nach kurzer Beratung mit Kassierer Dietmar Kriebel ließ sich Rainer Kremin noch einmal aufstellen. „Mehr, als das Kerngeschäft Vereinsheim können wir bei unserer personellen Besetzung eh nicht übernehmen, da wird Rainer in gar keinen Interessenskonflikt kommen“, erläuterte der Mann an der Kasse.

Noch vor wenigen Jahren war es für die Vereinsförderer kein Problem, große Events wie das Osterfeuer am Pragpaul zu stemmen oder hundert Zuschauer bei den Wochenendspielen zu verköstigen an der Grillhütte. „Für große Veranstaltungen ist aber überhaupt kein Personal da“, erklärte der Vorstand. Der Verein kümmert sich deshalb vorwiegend um die Vermarktung und Bewirtschaftung des Vereinsheims. „Die Zeiten, in denen wir sonntags zu drei bis vier Heimspielen die Verpflegung übernehmen, sind aber vorbei“, ergänzte die zweite Vorsitzende Kerstin Arendt.

Dazu fehlten die notwendigen Helfer. Hinzu komme der Effekt, dass beim Abstieg nur einer Seniorenmannschaft Zuschauer ausblieben und sich der Verpflegungstand nicht mehr in gewohntem Umfang rentiere.

In Dietmar Kriebels Kassenbericht spiegelte sich das wider: Obwohl die Kasse im Geschäftsjahr 2017/2018 mit einem Plus geschlossen werden konnte, waren weitaus weniger Euros eingenommen worden, als noch im Vorjahr.

Ein großer Teil wird an die Interessensgemeinschaften des Hauptvereins ausgeschüttet. „Das ist unter diesen Umständen eben weniger, wenn wir keine Leute haben, die beim Geldverdienen mithelfen.“

Entmutigt zeigten sich die dann doch geschlossen wiedergewählten Vorstandsmitglieder nicht: „Wir machen weiter und sprechen jeden an, der uns bei unserer Arbeit unterstützen kann."

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