Neue Klänge, neue Stimmen

Nico Koslowski wurde von einem neuen Mitwirkenden an der Gitarre begleitet: Jannik Tuleja.

Altena  - Es war ein Novum, Ulrich Frenschkowski mal als Sänger zu erleben beim Förderkonzert „Altenaer Ursprünge“. Ausgesucht hatte sich der als Pianist bekannte Musiker die traurige Schubert-Ballade „Der Leiermann“, dessen Teller immer leer bleibt. Das war in der Burg Holtzbrinck zum Glück nicht so: Der Geigenkasten, der am Ende durch die Reihen ging, wurde voll zugunsten junger Musikschul-Talente.

Ulrich Frenschkowskis Auftritt war nicht die einzige Überraschungs-Gesangsdarbietung des Abends: An den Notenständer trat auch Kulturring-Chef Wolfgang Noack. Der hatte am Samstag Geburtstag und bekam zunächst ein Ständchen von den fast 100 Gästen im Saal, bevor er „Sie liebten sich beide“ aus der Feder von Clara Schumann anstimmte und „Stay well“ aus dem Musical „Lost in the stars“. „Altenaer Ursprünge gab es ja schon als Veranstaltung, als ich beim Kulturring anfing. Aber ich finde diese Reihe so toll, dass ich sie nicht nur bewerben wollte, sondern auch mal aktiv mitwirken“, erklärte Noack lachend. Das Experiment war ihm gelungen.

Andrea Bergfeld, die als Moderatorin launig durchs Programm führte, kündigte mit Jannik Tuleja einen zweiten Newcomer des Abends an: Aus einer Badminton-Fahrgemeinschsaft heraus war das Engagement des jungen Altenaer Gitarristen entstanden. Er begleitete Sänger Nico Koslowski zu Roger Ciceros „Zieh die Schuh aus“ und „Under the Bridge“ von den Red Hot Chilli Peppers“.

Ungewohnte Klänge präsentierten Siegfried Kämper und Herbert Frank, die sich eigentlich vorab geziert hatten und anderen den Vortritt beim kammermusikalischen Konzert lassen wollten. Ihr Auftritt mit dem „Verve“ für zwei Klaviere wurde dann aber hoch bejubelt vom Publikum. Ja, Jonas Weiß hatte schon recht, als er zu Beginn des Abends am Mikrofon „Man müsste Klavier spielen können“ angestimmt hatte...

Ronja Kirchhoff kann nicht nur das, sondern zeigte im Konzert auch ihr starkes Geigenspiel. Damit erfreute auch Michaela Lieder, die Tschaikowskis Violinkonzert mitgebracht hatte. Die Altenaerin hat viele Fans gewonnen und war einst selbst ein vom Konzertpublikum gefördertes Talent. „Ich bin richtig stolz auf sie!“ betonte ihre Geigenlehrerin Andrea Bergfeld. Sie selbst trat unter anderem bei der starken Zugabe des Abends ans Instrument: „Music“ von John Myles bildete den wunderbaren Ausklang des Abends.

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