Externer Manager

Flutschäden: Altena holt sich Hilfe für Wiederaufbau

Hochwasserfolgen in der Rahmede
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Straßen, Häuser, Bäche sind schwer beschädigt nach der Flut: Für den Wiederaufbau hat sich Altena Hilfe geholt

Die Schäden sind riesig, der Wiederaufbau wird Jahre dauern. Um die Folgen der Flut zu bewältigen, hat sich die Stadt Altena nun Hilfe geholt.

Altena – Die Schäden durch das Hochwasser sind enorm: Auf rund 60 Millionen Euro hat sie Bürgermeister Uwe Kober (CDU) beziffert. Eine erste Schätzung. In seiner ersten Sitzung nach der Unwetterkatastrophe hat sich der Rat mit der Katastrophe beschäftigt – und professionelle Hilfe gesucht.

Zu Gast war Diplom-Ingenieur Jörg Timmermann für die Büros C &E in Chemnitz und das Planungsbüro Schumacher in Wiehl. Er stellte sich und die Leistungen der Firmen vor. Es geht darum, die Stadt zu unterstützen bei der Aufnahme der Schäden und bei der professionellen Betreuung des Wiederaufbaus.

Tausende von Daten zu erheben

Denn, und das war dem Rat klar, nur mit dem eigenen Personal ist diese Aufgabe nicht zu stemmen. Da wird auch die Verlängerung von Stadtplaner Roland Balkenhol allein nicht helfen, die man aber trotzdem gerne in Anspruch nimmt. Balkenhol wäre eigentlich am 31. August in Rente gegangen, wird der Stadt aber nun bis zum 31. Dezember erhalten bleiben.

Das große Aufräumen in Altena Teil 2

Das große Aufräumen nach dem verheerenden Hochwasser in Altena geht weiter.
Das große Aufräumen nach dem verheerenden Hochwasser in Altena geht weiter.
Das große Aufräumen nach dem verheerenden Hochwasser in Altena geht weiter.
Das große Aufräumen nach dem verheerenden Hochwasser in Altena geht weiter.
Das große Aufräumen in Altena Teil 2

Also wird die Arbeitsgemeinschaft der beiden Ingenieurbüros das Hochwassermanagement übernehmen. Die unzähligen Schäden müssen zunächst erfasst und später immer wieder überprüft werden. „Allein das sind tausende von Daten“, sagte Bürgermeister Kober. Es muss ein Gesamtschadensbild erstellt und schließlich eine Priorisierung vorgenommen werden. Denn alle notwendigen Maßnahmen sind verständlicherweise nicht gleichzeitig zu schaffen, vom drohenden Verkehrschaos bei der Beseitigung der Schäden an den Straßen ganz zu schweigen.

Wiederaufbau-Plan, um Förderung zu bekommen

Ziel ist ein Wiederaufbauplan, der dem Land vorgelegt werden muss. „Alles muss dokumentiert und eine Vergabe-Akte geführt werden“, sagte Timmermann über die Voraussetzung dafür, dass die Stadt nicht auf Kosten für den Wiederaufbau sitzen bleibt.

Die Arbeitsgemeinschaft der beiden Ingenieurbüros empfiehlt sich als Ansprechpartner für Kommunen, die von Hochwasserschäden betroffen sind, und bringt unter anderem Erfahrungen vom Elbe-Hochwasser mit. „Wir können Planung, Projektsteuerung und Ausführung der Maßnahmen übernehmen“, sagte Jörg Timmermann dem Rat.

Wiederaufbau drängt - und braucht viel Zeit

Bei einem Arbeitstreffen mit Dr. Fritz Jaeckel, dem Landesbeauftragten für Wiederaufbau in den Flutgebieten, war das Management der Hochwasserschäden schon Thema gewesen. Um den massiven Schäden in Altena Herr zu werden, empfahl Jaeckel, einen externer Projektsteuerer einzusetzen.

Er wies bei seinem Besuch auf zwei Dinge hin: Die Beseitigung der Schäden werde lange dauern. Trotzdem dränge die Zeit mit Blick auf weitere Gefahren, wenn beispielsweise Geröll nicht vor dem nächsten Starkregen aus den Bächen beseitigt wird.

Projektmanager: grünes Licht vom Rat

Dem konnte der Bürgermeister in der Ratssitzung nur zustimmen: „All das kann zehn Jahre dauern“, sagte er, „aber wir müssen trotzdem schnell sein.“ Man müsse sich Fachleute sichern, aber auch an die Verfügbarkeit von Unternehmen denken. Ein „externes Projektmanagement“ sei daher die einzig sinnvolle Lösung.

Um keine Zeit zu verlieren, tauchte das Thema auch im nicht-öffentlichen Teil der Ratssitzung auf, diesmal unter „Vergaben“. Die C&E Consulting und Engineering erhielt den Zuschlag. Das Planungsbüro Schumacher ist somit mit im Boot

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