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Innenminister ehrt Helfer des DRK Altena

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Von: Thomas Bender

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Herbert Reul übergab Alexander Fischer (links) und Leeroy Wickenhöfer die Fluthelfer-Medaille. © Bender, Thomas

NRW-Innenminister Herbert Reul kam am Freiztag (18. Februar) nach Altena, um NRW-Flutmedaillen zu überreichen, und zwar an Alexander Fischer und Leeroy Wickenhöfer vom DRK. Sie sind aber nicht die einzigen Altenaer, die die Auszeichnung erhalten: Alle 62 000 Helfer von Feuerwehren, Hilfsorganisationen und der Polizei, die während der größten Naturkatastrophe in der Geschichte des Bundeslandes im Einsatz waren, werden damit ausgezeichnet.

Altena - Leider sei es nicht möglich gewesen, die Namen der vielen privaten Helfer zu ermitteln, die teilweise noch heute beim Wiederaufbau helfen, sagte Reul. Sonst wären auch die ausgezeichnet worden.

Anfangs war vorgesehen, für die Helfer ein großes Fest zu geben und möglichst viele dort zu ehren – auch diesem Vorhaben machte Corona einen Strich durch die Rechnung. Deshalb reist Reul in diesen Tagen durchs Land, um einzelne Helfer stellvertretend für alle zu ehren. Er überreicht dabei eine altsilberne Medaille. Sie trägt auf der Vorderseite die Kurzbezeichnung des Einsatzes „Unwetterkatastrophe 2021“ sowie den Schriftzug „Dank den Helferinnen und Helfern“. Auf der Rückseite befindet sich das nordrhein-westfälische Landeswappen. Zusätzlich erhalten die Medaillenträger eine Urkunde.

Wasser floss durchs DRK-Heim

Bevor er ins DRK-Heim am Brachtenbecker Weg kam, hatte Reul schon Fluthelfer in Hagen und in Bochum geehrt – letztere in deren Privatwohnung. Es handelte sich um Einsatzkräfte der dortigen DLRG, deren Unterkunft beim Hochwasser so sehr beschädigt wurde, dass sie abgerissen werden musste. Das bot natürlich Gesprächsstoff – „als das THW uns mitgeteilt hat, dass das Wasser im DRK-Heim hinten rein und vorne wieder rausläuft, da habe ich nur gedacht ,ich kann’s nicht ändern‘“, erinnerte sich Fischer.

DRK betreute die Rettungskräfte

Aufgabe des DRK Altena/Nachrodt war es, sich in der Sauerlandhalle um die Betreuung der vielen Einsatzkräfte zu kümmern und den Rettungsdienst zu unterstützen. Nur über den Hegenscheider Weg hätten Krankenwagen am Donnerstag die Stadt verlassen können, erinnert sich Fischer – „und selbst da gab die Asphaltschicht schon nach“.
Es seien bewegende Geschichten wie diese, die er bei seinen Besuchen bei den Helfern höre, sagte Reul: „Sie alle waren vor Ort, als die Not am größten war, haben geschuftet, obwohl die Hände schmerzten und die Arme müde wurden. Für mich sind sie nicht nur Helfer, sondern Helden“.

Lob für Uwe Krischer

Die Auszeichnung der beiden Helfer des DRK Altena fand im Übrigen im Beisein eines Altenaers statt, der es in der Hilfsorganisation schon weit gebracht hat: Uwe Krischer, im Hauptamt Leiter des Regiebetriebes Rettungsdienst beim Märkischen Kreis, engagiert sich ehrenamtlich im DRK-Landesverband und ist dort Landesbeauftragter für Bevölkerungsschutz. In dieser Funktion ist er Mitglied einer Kommission, die Reul nach der Flutkatastrophe ins Leben rief und die sich mit der Optimierung des Katastrophenschutzes beschäftigt, „Er leistet dort wertvolle Arbeit“, lobte Reul.

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