Flüchtlinge und Azubis der Deutschen Post nehmen an Projektwoche „Toleranz“ teil

In Altena werden Post und Pakete noch per Hand sortiert

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Was ist eigentlich ein Ableitungsgestell? Frank Krämer, Teamleiter im Altenaer Postamt, führte gestern eine Gruppe aus Post-Auszubildenden und Flüchtlingen durch das altehrwürdige Gebäude.

Altena - „Ehrwürdig“ – so fasst Ingo Gottschalk, Ausbilder bei der Deutschen Post-Niederlassung Hagen, seine ersten Eindrücke des Zustellstützpunktes in Altena zusammen. Gestern besuchten 34 Post-Auszubildende aus der ganzen Region und mehrere Flüchtlinge das historische Gebäude. Die Aktion fand im Rahmen der Projektwoche „Toleranz“ der Deutschen Post statt. Hierfür sind die Azubis eine Woche lang in Altena zu Gast.

Paketverteilung im Erdgeschoss, Briefverteilung in der ersten Etage: Ein Spaziergang durch das altehrwürdige Postamts-Gebäude zwischen Lennestraße und Uferpromenade ist wie eine kleine Reise – raus aus dem Zeitalter in dem vieles voll automatisiert funktioniert und rein in die Zeit, in der das meiste noch von Hand erledigt wurde. 

Klare Kennzeichnungen

Hier werden Briefe sorgfältig sortiert, Pakete ein- und ausgeladen und alles dafür unternommen, dass die Zustellung am Ende auch pünktlich beim Empfänger ankommt. Jeder Raum und jede Ablage ist klar gekennzeichnet. 

Einen Blick hinter die Kulissen haben wahrscheinlich bisher nur wenige Altenaer erhaschen könne. Umso neugieriger erkundeten die Auszubildenden der Post das Gebäude. 

Mohammad Nazeer Mohseni (links) übersetzte mehrfach für Teamleiter Markus Kemper (rechts).

Die Führungen wurden von Markus Kemper, Teamleiter im Zustellstützpunkt, geleitet. Dabei unterstützte ihn auch Mohammad Nazeer Mohseni, ein afghanischer Flüchtling, der inzwischen bei der Deutschen Post ausgebildet wird. Er übersetzte für die anderen Flüchtlinge. 

Die Auszubildenden staunten nicht schlecht, schließlich kommen sie aus der gesamten Region rund um Hagen und kennen teils viel modernere Einrichtungen. „Hier wird schön sichtbar, dass wir auch in solch alten Gebäuden gut arbeiten können“, betont Ausbilder Gottschalk. 

Typisch syrisch

Während Kemper nach und nach die kleinen Gruppen durch den Zustellstützpunkt führte, bereiteten die restlichen Azubis und Flüchtlinge in der Burg Holtzbrinck mehrere Präsentationen vor. 

In der Burg Holtzbrinck erarbeiteten die Auszubildenden und die Flüchtlinge gemeinsam kleine Präsentationen.

Im Rahmen der Projektwoche erarbeiteten sie in vier Gruppen die Dinge, die typisch für Deutschland, Europa, Afghanistan und Syrien sind. „Das können Gerichte aber beispielsweise auch Bräuche sein“, erklärte Gottschalk. 

Die Ergebnisse dieser Arbeit präsentieren sie heute ab 17 Uhr im Bergheim. Im Rahmen der Aktion bedankte sich Ausbilder Gottschalk auch noch einmal ausdrücklich bei der Stadt Altena. Die Zusammenarbeit funktioniere sehr gut.

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