Floh hüpp als Familienspaß unterm Baum

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Christiane und Dirk Frebel ▪

ALTENA ▪ „Floh hüpp“ heißt das Spiel, das bei den Eheleuten Dirk und Christiane Frebel zu Weihnachten einen ganz hohen Stellenwert genießt. Aber, eines, nach dem anderen:

Das junge Ehepaar und seine zwei Kinder engagieren sich ehrenamtlich in der katholischen Kirchengemeinde St. Matthäus. Und so sagen beide im Blick auf das kommende Weihnachtsfest, „uns ist wichtig, das Wesentliche, die Geburt Jesu, nicht aus den Augen zu verlieren.“ Ganz konkret besuchen sie deshalb neben der Kinderuchte Heilig Abend Nachmittag auch noch die Christmesse in der Nacht. „Das hat einfach Tradition und erst dann ist bei uns Weihnachten“, erzählt das Paar. In diesem Jahr kommt aber hinzu, dass ihre beiden Kinder beide Gottesdienste aktiv mitgestalten.

Gefeiert wird ansonsten ganz „traditionell“. Der Baum ist grün-rot geschmückt, es gibt festliches Essen und zur Bescherung wird ein Glöckchen geläutet. „Wie zu Kinderzeiten“, lacht das Ehepaar, auch wenn die Kinder längst auf dem Weg zu jungen Erwachsenen sind. Noch ist die Tochter bereit, am Heiligen Abend auf der Querflöte zu musizieren, was die ganze Familie genießt. „Auch das hat bei uns Tradition“, sagt Christiane Frebel. Und das Wunschzettel-Schreiben. Es sei zwar eine Art Relikt aus der Kinderzeit, werde aber weiter gepflegt. Und Tochter Paulina notierte erst noch im letzten Jahr, dass sie auf vieles verzichten möchte, aber nicht auf einen Baum. „Da waren wir schon ein bisschen platt“, sagt das Ehepaar. Aber Weihnachten ohne Tanne, das käme für die beiden sowieso irgendwie nicht in Frage.

Gemeinsam mit der Schwiegermutter und dem Schwager wird der Heilige Abend gefeiert und am ersten Feiertag treffen sich dann sogar noch mehr Verwandte. „Es können bis zu zwei Dutzend werden“, verrät Dirk Frebel. Reihum gehe das in der Familie, jeder bringe Kuchen und Salat mit, damit der Gastgeber keinen allzu großen Stress habe und dann werde erzählt und gespielt. Apropos spielen: Hier kommt das „Floh hüpp“ wieder aufs Tapet: „Irgendwann hat jemand begonnen, dieses alte Kinderspiel auf einer Bügeldecke aufzulegen und dann hat uns das Fieber erfasst“, erläutert das Ehepaar. Meist betätigten sich nur Tanten und Cousinen beim Spielen und die Männer feuern sie an. „Das ist witzig und macht irre Spaß. Ist aber Weihnachten vorbehalten“, erzählen die Altenaer.

Ihnen ist neben dem kirchlichen und familiären Aspekt des Festes, bei dem es auch am zweiten Feiertag Verwandtenbesuche gibt, wichtig, „das wir fröhlich sind, fröhlich Weihnachten feiern.“ Mit „Floh hüpp“ sei das kein Problem – „alle haben dann richtig Spaß.“

Den gab es übrigens auch einmal am Heiligen Abend aber mehr unfreiwillig. „Da hat sich unser geschmückter Baum wie in Zeitlupe auf die Seite gelegt und verabschiedet. Weil dabei so viel kaputt gegangen ist, hatten wir keine Lust mehr, die Tanne noch mal aufzustellen. Das war das einzige Jahr, wo wir nur einen Baum für ein paar Stunden hatten...“ ▪ job

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