Fliegerfest für die ganze Familie

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Martin Schröder vom LSV Hegenscheid nimmt von Holger Wolf einen Spendenscheck über 2000 Euro zur Finanzierung des Flugtages entgegen. Rechts die Vorsitzende Sylvia Osterberg und Walter Kolb. ▪

ALTENA ▪ Seit 60 Jahren gibt es Flugbetrieb auf dem Hegenscheid. Auf dem Höhenzug zwischen Altena und Iserlohn wird deshalb bald ein großes Fliegerfest gefeiert. Mit dem Programm möchten die Organisatoren um die Vorsitzende Sylvia Osterberg die ganze Familie ansprechen.

Der LSV Hegenscheid mit seinen knapp 100 Mitgliedern will diesen Geburtstag ein ganzes Wochenende lang feiern. Am Samstag, 9. Juli, und am Sonntag, 10. Juli, geht es jeweils ab 11 Uhr rund.

Die Besucher erwartet ein buntes Programm: In der Luft mit Segel- und Motorkunstflug, Modellflug, Drachenflug, Oldtimern, Gyrocoptern und Ballonstarts. Am Boden gibt es ein umfangreiches Familienprogramm mit Attraktionen für Kinder sowie Ausstellungen.

Die problemlose Erreichbarkeit des Flugtages ist dadurch gewährlleistet, dass die beiden Zufahrtsstraßen dann als Einbahnstraßen ausgewiesen werden: Eine führt bergauf, die andere talwärts. Ausreichend Parkraum ist auf den Wiesen am Platz vorhanden.

Rückblende: Alles begann vor gut 60 Jahren, als zwei Gruppen – der Faszination des Fliegens verfallen – zwei Vereine gründeten. Der „AERO Club Iserlohn“ (später „Sportflieger Iserlohn“) mit seinen Gründungsmitgliedern Karl-Heinz Schnabel und Günther Sporn versuchte nach der Gründung 1951 sein fliegerisches Glück ab 1952 auf einem Feld in Deilinghofen. Nur ein Jahr später, im Sommer 1953, machte der zweite Verein seine ersten fliegerischen Gehversuche – der im September 1950 gegründete „AERO Club Luftfahrt Altena“ (später LSV Altena-Lüdenscheid) flog zuerst auch in Deilinghofen und später dann auf dem Hegenscheid. Erster Vorsitzender war der bekannte Altenaer Fabrikant Otto Lüling.

1959 waren die „Iserlohner“ auf der Suche nach einer Alternative für das mittlerweile bebaute Feld in Deilinghofen und fanden bei den „Altenaern“ auf dem Hegenscheid eine neue fliegerische Heimat. Die „Chemie“ stimmte und so entstand 1971 der heutige „Luftsportverein Hegenscheid“.

Anfang der 60er Jahre wurde durch die Städte Altena, Hemer, Iserlohn und dem Märkischen Kreis die Flugplatz-Hegenscheid GmbH gegründet. Ziel war es, aus dem kleinen und buckligen Flugfeld einen begradigten, gut ausgebauten Verkehrslandeplatz zu errichten.

Bis die Ausbaupläne umgesetzt wurden, gingen viele Jahre ins Land. Von ganz groß wurden die Ansprüche Stück für Stück weiter heruntergefahren. Herausgekommen ist einer der schönsten Verkehrslandeplätze in Deutschland, aber auch einer der wenigen Verkehrslandeplätze mit einer Graspiste.

Während der dreijährigen Bauphase genoss der Verein die Gastfreundschaft der Fliegerkammeraden der LSV Ruhr-Lenne auf dem Flugplatz Rheinermark.

Im Frühjahr 1982 wurde dann der Vereinsbetrieb auf dem „neuen“ Hegenscheid aufgenommen. Offizielle Einweihung des Verkehrslandeplatzes war schließlich am 1. Mai 1984. ▪ tk

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