An der Zauberschnur durch Altena: "Fit in den Tag"-Gruppe setzt auf besondere Methode

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Wie an einer Schnur gezogen: Die Turngruppe „Fit in den Tag“ zog mit ihrer Zauberschnur zum Frühstückscafé und hatte viel Spaß dabei.

Altena – An der Zauberschnur liefen zahlreiche Frauen durch Altena ins Café. Nicht nur aus Spaß, sondern mit Sportsgeist.

Das griffige Band ist rot-weiß, sehr elastisch und 14 Meter lang. Es hat weder einen Anfang noch ein Ende, weil es kreisrund ist. „Das ist unsere Zauberschnur“, sagt Rita Jörgens. 

Immer, wenn die mehr als ein Dutzend Teilnehmerinnen der Seniorinnen-Sportgruppe „Fit in den Tag“ mittwochs in der ehemaligen Grundschule am Knerling zusammen kommen, spielt ihre „Zauberschnur“ eine entscheidende Rolle. 

Sport-Übungsleiterin Rita Jörgens setzt das Band nämlich für viele gemeinsame Übungen ein. Und: „Es macht Spaß, wir haben Freude und unsere Knochen oder Gelenkschmerzen sind dank der Zauberschnur fast verschwunden“, sagt eine Teilnehmerin. 

Am Mittwoch trafen sich die Turnschwestern außer der Reihe, um in einem örtlichen Café zu frühstücken und sich auf die bevorstehende Advents- und Weihnachtszeit einzustimmen. 

Mit dabei: ihre Zauberschnur. Wie einst Kindergartenkinder fuhren die Seniorinnen, die älteste aktive Turnerin hat die 80. Lebensjahre fast erreicht, mit dem Bürgerbus zur Haltestelle Langer Kamp und führten dabei auch ihre Zauberschnur mit sich. 

Mit großem Hallo und unter fröhlichen Witzeleien überquerten alle Frauen mit einer Hand an der Zauberschnur die Lenneuferstraße und bewegten sich Richtung Frühstückslokal in der Innenstadt. „Sieht witzig aus, oder?“, kommentierte Rita Jörgens den Anblick der fast im Gleichschritt mit der Hand an der Zauberschnur daherkommenden Gruppe. 

„Wir haben uns für diesen Spaß entschieden, weil man sich so nicht verlieren kann.“ Auf die Idee, das Band auch im Alltag einzusetzen, kam Jörgens bei einem Besuch in Köln. Dort, mitten im närrischen Treiben, „hätten wir uns bestimmt verloren ohne die Zauberschnur“, sagt sie. 

„Fit in den Tag“ nennt sich die Senioren-Sportgruppe, die regelmäßig mittwochs für eine knappe Stunde in der ehemaligen Grundschule am Knerling zusammen kommt. Dann wird gedehnt, gestreckt, rollen Bälle oder werden Gymnastik-Bänder gezogen und gestreckt. „Es tut gut, etwas gegen das Altern zu tun. Wir sind eine eingeschworene Truppe, das passt und alle haben Spaß“, sagt Jörgens. 

Ausrichter des sportlichen Treibens ist die VHS, bei der Jörgens viele Jahre als Übungsleiterin tätig ist. Ob ihre Kolleginnen, die andere Kurse leiten, auch mit einer Zauberschnur arbeiten, „weiß ich nicht. Ich kann nur sagen: Wenn wir mit der Schnur in der Hand Übungen absolvieren, sorgt das Band dafür, dass alles ohne Verletzungen klappt. Es ist und bleibt eben eine Zauberschnur - und die schickt uns nach den Übungen allesamt wirklich fit in den Tag.

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