Firmenverlagerung bis Ende des Jahres

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Von einem Gerüst aus, das noch an der neuen Glüherei steht, zeigt Geschäftsführer Bernd Falz auf den Bau einer weiteren neuen Halle. ▪

ALTENA ▪ In der Glüherei wird der Draht bereits an drei Glühplätzen bei bis zu 800 Grad Celsius erhitzt und in der Halle nebenan produziert Deutschlands stärkster Drahtzug für die Kaltstauchindustrie oder den Federbereich Drähte mit einem Durchmesser von 50 Millimetern. Ein Teil der Firma Claas ist bereits schon von der unteren Rahmede nach Grünewiese verlagert worden. Das ganze Projekt soll Ende des Jahres abgeschlossen sein. Von Ilka Kremer

In den bereits sanierten und in der neuen Halle arbeiten Maler, Elektriker und Installateure auf Hochtouren. Sie richten beispielsweise die Heizungsanlage ein: „Wir haben überall Fußbodenheizung“, erklärt Bernd Falz, einer der beiden geschäftsführenden Gesellschafter der Firma Claas. Gespeist wird sie mit der Abwärme aus der Glüherei und von den Ziehmaschinen.

Draußen auf dem Gelände sind die Bauarbeiter dabei, aus Stahl und Beton die neue Halle für die Beize zu bauen. „Dort entstehen bis zu zehn Manipulatoren, die die Drahtrollen dann in die einzelnen Bäder setzen. Ein Manipulator kann bis zu fünf Tonnen aufnehmen“, erklärt Falz. Für den Bau der Halle mussten Teile des angrenzenden Hanges abgetragen werden. Außerdem musste Claas die Einfassung des Rahmeder Baches sanieren, um die Standfestigkeit der Mauern zu sichern – und damit die Fische den Oberlauf der Rahmede erreichen können, wurde eine Fischtreppe gebaut. „Auflage der Unteren Wasserbehörde.“ Die Bauarbeiten werden immer wieder durch diverse Überfälle gestört: So haben Unbekannte Kupferkabel im Wert eines fünfstelligen Betrages gestohlen. „Das waren Profis, teilweise standen die schon unter Starkstrom“, berichtet Falz. Und gestern fanden die Bauarbeiter zum wiederholten Mal ihre Fahrzeuge mit leer gepumpten Dieseltanks vor.

Die Firma Claas investiert am neuen Standort eine zweistellige Millionensumme. „Unsere Kunden, zu denen viele deutsche und europäische Großkonzerne gehören, begrüßen diese Entwicklung“, verdeutlicht Bernd Falz.

Die Firma Claas und ihre Tochterfirma Klincke produzieren zusammen pro Monat 3200 Tonnen Draht.

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