8 000 Euro Sachschaden

Firma Nedschroef: Mitarbeiter wieder im Dienst

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Punkt genau 20.22 Uhr gab es am Mittwoch eine Verpuffung in der Abteilung Werkzeugbau der Firma Nedschroef. Unfreiwillige Pause für viele Mitarbeiter. Die Wehr war mit 80 Personen vor Ort, dabei kamen auch Atemschutzträger zum Einsatz.

Altena - Am Tag nach dem überraschenden Feuerwehr-Abendeinsatz im Werk Nedschroef in der Nette konnte Geschäftsführer Karlheinz Munz am Donnerstag schon wieder lachen. „Es sah von außen wohl schlimmer aus, als es wirklich war“, bilanzierte er einen Großeinsatz der Feuerwehr von Mittwoch.

Wie berichtet, hatte Staub in einer Filteranlage der Heizung im Werksteil Werkzeugmacherei Feuer gefangen. Geistesgegenwärtig versuchten zwei Mitarbeiter, die in der Nähe waren, das Feuer mittels Feuerlöscher in den Griff zu kriegen. Das misslang aber, es schwelte weiter. 

So kam es in Minutenschnelle zu einer beträchtlichen Rauchentwicklung in der Halle. Fünf weitere Mitarbeiter, die in unmittelbarer Nähe der Anlage waren, nahmen auch „tiefe Lungenzüge“ und so wurden alle sieben Mitarbeiter von Rettungskräften des Deutschen Roten Kreuzes, DRK und der Johanniter, in Krankenhäuser nach Plettenberg, Werdohl und Lüdenscheid gebracht. Die Diagnose lautete: Verdacht auf Rauchgasvergiftung. 

Nach dem Ablöschen begutachten Wehrfachleute ein Teilstück der Heizung, in der das Feuer ausbrach.

Nach einer Nacht im Krankenhaus und ärztlicher sowie pflegerischer Versorgung konnten die Nedschroef-Mitarbeiter aber schnell das Krankenhaus wieder verlassen. Sie meldeten sich als gesund zurück und waren bereits gestern wieder in der regulären Spätschicht eingesetzt. 

Im Einsatz waren, das sagte Wehrleiter und Einsatzleiter Alexander Grass im Nachgang, „etwa 80 Feuerwehrleute in der Nette.“ Anders als noch Mittwoch gemeldet, waren aber nur Mitglieder der Züge I und II vor Ort. „Wir haben keinen Alarm für die komplette Wehr ausgelöst, nachdem wir uns am Ort umgesehen hatten“, so Grass. 

Natürlich gingen seine Wehrkollegen mit Atemschutz vor und hatten das Feuer dann schnell im Griff. Ein intensives Durchlüften der Halle schloss sich an. Alles in allem dauerte der Einsatz „wohl mehr als zwei Stunden“. Nachbarn hatten noch weit nach 22 Uhr Feuerwehrfahrzeuge kommen und wieder wegfahren gesehen. 

Nedschroef-Geschäftsführer Karlheinz Munz freute sich  am Donnerstag, dass es seinen Mitarbeitern wieder gut geht. Er dankte auch der Wehr für ihr beherztes Eingreifen und Handeln. Erfreulich für das Unternehmen: Schaden am Maschinenpark gab es nicht. Einzig die Heizungsanlage ist wohl nicht mehr zu retten. 

Mehrere Arbeiter bei Brand verletzt

Deshalb schätzte Munz den Gesamtschaden „vorsichtig auf um die 8000 Euro.“ Die Produktion der Spätschicht war für mehr als zwei Stunden Mittwoch unterbrochen, dann konnte aber auch dort alles seinen gewohnten Gang gehen und weiter gearbeitet werden.

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