Studenten besuchen Firma Lüling

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An der Schnittstelle zwischen Glühe und Beize empfing Christian von der Crone (rechts) die Studenten.

Altena - Neue Ingenieure braucht man bei Lüling nicht alle paar Monate. Trotzdem engagiert sich das Unternehmen in der Nachwuchsförderung. Am Freitag war dort wieder einmal eine Gruppe aus der Fachhochschule Iserlohn zu Gast.

Solche Besuche sind in dem mittelständischen Betrieb Chefsache: Geschäftsführer Christian von der Crone begrüßte die Gruppe, auch Personalchef Holger Koopmann war mit von der Partie. Erst wurde den Studenten das Werk gezeigt, dann bat Koopmann die jungen Männer zum Bewerbungstraining.

Früher hätte man die Besucher als „angehende Ingenieure“ bezeichnet. Das stimmt heute nicht mehr: Wenn sie fertig sind, dann sind sie „Bachelor of Science“. Der Schwerpunkt ihres Studiums liegt im Bereich der Fertigungstechnik. Ihr Professor ist Dr. Klaus Mende, nach Altena begleitete sie der wissenschaftliche Mitarbeiter Jürgen-Peter Adolf.

Die Studenten sind jetzt im fünften Semester – höchste Zeit, sich mal mit der betrieblichen Praxis zu beschäftigen. „Früher ging da ja viel über Ferienjobs“, erinnert sich von der Crone – auch die Firma Lüling kann die wegen strenger gewordenen Auflagen und der immer komplexeren Arbeitswelt nur noch begrenzt anbieten. Umso wichtiger sei es, Plätze für Praktikumssemester zur Verfügung zu stellen, meint von der Crone.

Dabei gehe es auch darum, den Ingenieuren von morgen klar zu machen, dass im Drahtwerk Teamarbeit angesagt ist und dass ein enges Miteinander der Männer an den Maschinen und der Menschen im Büro zwingend notwendig ist. „Wir haben in den vergangenen zehn Jahren bestimmt ein Dutzend Studenten betreut, die in ihrer Facharbeit Themenstellungen aus unserem Betrieb beleuchtet haben“, sagt von der Crone.

Auch wenn es um Mitarbeiter mit Studienabschluss geht, werde die Situation immer schwieriger, auch hier drohe Nachwuchsmangel. Das werde aber nicht dazu führen, dass nach dem Studium jeder automatisch eine Stelle finde: „Eher bleibt eine Stelle unbesetzt als dass sie unterqualifiert besetzt wird“, sagt der Lüling-Geschäftsführer.

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