Firma Herberg wird versteigert

ALTENA ▪ Der letzte, bittere Akt der Firmengeschichte steht an: Am 7. April kommen im Amtsgericht Altena die Produktionsstätten der Firma Herberg an der Dahler Straße unter den Hammer. Sie hatte im Jahr 2007 wegen Liquiditätsproblemen Insolvenz anmelden und ihre Produktionsstätten in Dahle und Büren bei Paderborn schließen müssen.

Zuletzt arbeiteten nur noch zwei Dutzend Menschen in den weitläufigen Hallen – schon der Blick von außen zeigt, dass dort eine viel größere Produktion untergebracht werden könnte. Größenangaben werden in der Veröffentlichung des Amtsgerichts nicht gemacht, wohl aber ein kurzer Überblick über den Zustand der Gebäude gegeben: Sie wurden zwischen 1932 und 1965 errichtet, es sind „Schäden an der Fassade und aufsteigende Feuchtigkeit in Teilbereichen erkennbar. Die Grundstücke werden im Altlastenkataster geführt“. Wer mehr wissen will, muss sich zum Gericht bemühen – dort kann (nach telefonischer Terminvereinbarung) das Wertgutachten eingesehen werden.

Ein Schnäppchen ist die Sache nicht: Der Verkehrswert des Komplexes oberhalb des Hammerwerkes Ossenberg & Cie. wird mit gut 1,1 Mio. Euro angegeben – weil es sich um den ersten Versteigerungstermin handelt, dürfte unter rund 700 000 Euro wohl kein Zuschlag erteilt werden.

In Altena beschäftigte sich die Firma Herberg mit Stanz-und Umformtechnik. Weil die Auftragslage nicht schlecht war, versuchten Mitarbeiter anschließend, mit der „Märkischen Umformtechnik“ ein Nachfolgeunternehmen zu gründen. Allerdings scheiterte auch dieser Versuch, „Mut“ ging im vergangenen Jahr in die Insolvenz.

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