Schnelle Hilfe für Rosmarter in Not

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So sieht er aus der Defibrillator. Er ist weitestgehend selbsterklärend. ▪

ALTENA ▪ Ein „First Responder“ in jedem Außenbezirk – das wäre ideal, meint Udo Winter, der Leiter der Feuer- und Rettungswache. Auf Rosmart ist die Feuerwehr diesem Ziel gestern ein Stück näher gekommen. Dort ist jetzt eines der Löschfahrzeuge mit einem Defibrillator ausgestattet. Er wurde von der Firma Sanitär Fischer gespendet.

„First Responder“ sind Helfer vor Ort, die bei Notfällen die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungswagens mittels qualifizierten basismedizinischen Maßnahmen überbrücken sollen. Das macht gerade auf Rosmart Sinn: Fast neun Kilometer sind es bis zur Rettungswache, günstigstenfalls schafft der RTW das in zehn Minuten. Sinnvoll wäre es, bei gravierenden Notfällen Helfer der Löschgruppe zu alarmieren, meint Winter. Eines der auf Rosmart stationierten Einsatzfahrzeuge ist durch die Spende jetzt so ausgestattet, dass alles vorhanden ist, was dann gebraucht wird.

Auch das Knowhow sei vorhanden, ist Timo Rode überzeugt. Er ist nicht nur Rettungsassistent, sondern auch Mitglied der Löschgruppe. Ein „großer“ Erste-Hilfe-Kurs gehöre bei der Feuerwehr zur Grundausbildung, berichtet er. In regelmäßigen Abständen würden die dort erworbenen Kenntnisse ergänzt und aufgefrischt. Deshalb wird sich die Löschgruppe Rosmart bei einer der nächsten Fortbildungen auch mit dem Defibrillator vertraut machen.

Dessen Aufgabe ist es, ein gefährliches Herzkammerflimmern nicht nur zu erkennen, sondern durch kräftige Stromschläge auch zu bekämpfen – ein Prozess, der weitgehend automatisch abläuft, weswegen das Gerät auch von Laien bedient werden kann. Es verfügt über eine Sprachführung, teilt also dem Anwender mit, was er wann zu tun hat. Was der Defibrillator nicht beherrscht, ist die Herz-Lungen-Wiederbelebung, die nach Beseitigung des Kammerflimmerns notwendig ist. Darum müssen sich die Helfer anschließend selber kümmern. Dafür sinnvolle Hilfsmittel wie zum Beispiel ein so genannter Ambubeutel zur Beatmung gehört ebenfalls zur Ausstattung des „First Responder“.

Es gibt übrigens in Altena mehrere dieser auch von Laien zu bedienenden Defibrillatoren. Einer hängt in der Sparkassen-Hauptstelle am Markaner, ein weiterer im Hallenbad. Auch einige Firmen haben sich eins der rund 1200 Euro teuren Geräte angeschafft. ▪ Thomas Bender

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