Ein halbes Jahrhundert in einem Unternehmen

Unter den Portraits der Firmengründer gratulierte Fritz-Uwe Finkernagel gestern seiner langjährigen Mitarbeiterin Ingrid Erdmann mit einem prächtigen Blumenstrauß.  Foto: Keim

Altena -  Das ist ein Jubiläum, das es nicht alle Tage zu feiern gibt: Aus Anlass der 50-jährigen Zugehörigkeit zur Firma Finkernagel gab es gestern einen „großen Bahnhof“ für Ingrid Erdmann.

Schon zwei Mal hatte die Angestellte ein Jubiläum in der Firma feiern können: Die 25-jährige und die 40-jährige Betriebszugehörigkeit. „Dieses aber, die ‘Fuffzich’ wie es im Sauerland heißt, das hat Dir noch niemand vorgemacht“, sagte Wolfgang Brühl als kaufmännischer Leiter des Unternehmens mit Worten der Anerkennung. Brühl wie auch der Chef des Familienunternehmens, Fritz-Uwe Finkernagel, würdigten die besondere Bedeutung dieses „einmaligen Jubiläums“. Dazu erschien sogar der Bürgermeister als Überraschungsgast.

Im Alter von 14, knapp 15 Jahren, war die Altenaerin als Auszubildende ins Unternehmen gekommen. Das Arbeitsjubiläum war nun auch Anlass, auf den langen Werdegang der Mitarbeiterin zurückzublicken. 42 Stunden in der Woche wurde damals gearbeitet, bei Bedarf auch samstags – und morgens musste erst einmal der Ofen „gestocht“ werden. Computer gab es selbstverständlich noch nicht, dafür aber Karteikarten, die für Ingrid Erdmann zum zweiten Gedächtnis wurden.

Schon früh habe sich ihre Neigung für den Verkauf gezeigt – noch heute kümmert sich Ingrid Erdmann um den Absatz von Umformwerkzeugen – aber die Jubilarin war im Unternehmen auch mit zahlreichen anderen Aufgaben betraut, darunter auch der Empfang und die Telefonzentrale – „und eigentlich alle Dinge, für die es in einem mittelständischen Betrieb keine Mitarbeiter gibt“, wie es Wolfgang Brühl umschrieb. Dazu zählte auch stets das Mixen des Finkernagel’schen Messegetränks VW, das bald auf der Wire wieder ein Rolle spielen wird. Und bei jedem Telefonat habe sie die Werbetrommel für Altena gerührt.

Die Jubilarin war gerührt: „Ich kann es gar nicht begreifenIch danke der Familie“, sagte Ingrid Erdmann Derzeit ist die Jubilarin auch damit beschäftigt, ihre Nachfolgerinnen einzuarbeiten. - tk

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