Werkzeugbau und Schlosserei schaffen Skulptur

Firma Finkernagel setzt seinem Produkt ein Denkmal - und der Drahtbaum soll rosten

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Der Baum ist ein Hingucker auf dem Finkernagel-Parkplatz.

Altena – Tausende von Tonnen Kaltstauchdraht verlassen Jahr für Jahr die Firma Fritz Finkernagel an der Westiger Straße 122. Dem Firmenmotto „Weil Draht nicht gleich Draht ist“ getreu, hat das Unternehmen seinem Produkt jetzt ein Denkmal gesetzt.

Auf dem kürzlich völlig neu gestalteten Außengelände steht ein Altenaer Drahtbaum. Aber keiner, der so aussieht wie die Allee von matt schimmernden Drahtbäumen entlang der Lenne. Timo Finkernagel erläutert: „Wir haben uns von diesen Drahtbäumen sicherlich inspirieren lassen, aber schon unser eigenes Ding gemacht.“ 

Damit meint der Sohn von Firmenchef Kai-Uwe Finkernagel einen Drahtbaum aus Kaltstauchdraht. Diese Art von Draht rostet. Und deshalb hat der Betrachter der imposanten Skulptur auch durchaus den Eindruck, der Drahtbaum sei ein wenig bronzefarben oder braun. 

Stattliche sechs Meter hoch - und ein absoluter Blickfang

„Ich glaube, wenn das ganze erst einmal richtig Patina angesetzt hat, sieht es noch um ein Vielfaches besser aus“, meint Timo Finkernagel mit Blick in die Zukunft. Pläne, Zeichnungen, Vorlagen, wie Altenaer Drahtbäume auszusehen haben, gibt es nicht. „Wir haben uns informiert und dann haben sich Teams aus dem Werkzeugbau und der Schlosserei an die Arbeit gemacht“, erläutert der leitende Angestellte. 

Das Ergebnis ist immerhin stattliche sechs Meter hoch und ist für alle, die das Werksgelände in der Nette passieren, seit ein paar Tagen ein absoluter Blickfang. Leerrohre hat die Firma vorsorglich in die Erde verlegen lassen, um den Finkernagel-Drahtbaum „vielleicht irgendwann auch einmal zu beleuchten“, sagt Finkernagel jr. 

Zahlen und Daten zur Firma: 

Am heutigen Standort, so heißt es auf der Firmenhomepage, „wurde eine Drahtzieherei (früher Drahtrolle) erstmalig 1738 als „Pastors Rolle“ erwähnt. 1926 begann die Erfolgsgeschichte des Unternehmens mit der Übernahme durch die Familie Finkernagel. 

Der Zweite Weltkrieg sorgte für eine Unterbrechung der stetigen Aufwärtsentwicklung. Ab 1946 wurde der Betrieb unter der Leitung von Fritz Finkernagel und seinem Sohn Friedrich-Wilhelm aus dem Nichts wieder aufgebaut.“ 

Heute befindet sich das Unternehmen in der dritten Generation und wird seit 1991 von Fritz-Uwe Finkernagel geleitet. Bereits im Jahr 1963 wurde (zusätzlich zum Drahtwerk) eine Abteilung für die Herstellung von Umformwerkzeugen eingerichtet. Der Vorteil für die Kunden der Firma: Sie kaufen Draht und Umformwerkzeuge aus einer Hand. Das Drahtwerk Finkernagel bedient heute vornehmlich die Zulieferer der Automobil-, Bau-, Elektro- und Maschinenbauindustrie mit Kaltstauchdraht und Umformwerkzeugen für höchste Anforderungen.

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