Außengastronomie auch auf der zweiten Terrasse

Günther Engelskircher und Torsten Dreyer.

ALTENA ▪ Dass jetzt der Rat schon zum zweiten Mal darüber entschied, wer auf den Lenneterrassen Wasser, Bier und mehr verkaufen darf, hat mit den öffentlichen Diskussionen über die Außengastronomie zu tun: „Wir wollten für diese Entscheidung eine möglichst breite Basis“, argumentiert Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein.

Während es im vergangenen Jahr nur einen Interessenten gab, musste das Kommunalparlament sich diesmal zwischen mehreren Bewerbern entscheiden. Folge ist, dass im kommenden Jahr beide Terrassen bewirtschaftet werden. Drei Interessenten hatten sich für die obere gemeldet, alle wurden von der Verwaltung aufgefordert, ein Konzept vorzulegen. Über die wurde im nicht öffentlichen Teil der Ratssitzung am Montag abgestimmt, das Rennen machte dort „Güto“ Das steht für Günther Engelskircher und Torsten Dreyer, die eine gemeinsame Firma zum Betrieb der Außengastronomie gründen werden.

„Wir verstehen das als zweites Standbein“, sagte Dreyer am Mittwoch. Er werde im Hauptberuf weiter als freier Journalist tätig sein, Engelskircher will das Haus Mayweg auf dem Nettenscheid weiterbetreiben. Sie wollen sich mit ihrem Konzept deutlich von dem für die untere Terrasse abheben: „Fassbier wird es bei uns nur zu besonderen Gelegenheiten geben“, berichtete Dreyer. Stattdessen wollen er und Engelskircher Longdrinks, Kaffee und Kuchen und auch kleine Snacks servieren. Man wolle bevorzugt Produkte regionaler Anbieter führen, betont Dreyer. Auch die Namen der Speisen und Getränke soll lokalen Bezug haben: „Wir werden einen Knappentrunk und Burg-Bräu anbieten“.

Einen stylischen Verkaufsanhänger haben die beiden unmittelbar nach der Entscheidung des Rates schon gekauft. Außergewöhnlich soll auch die Möblierung der Terrasse werden. An Sofas erinnernde Lounge-Möbel, von innen beleuchtete Sessel und Tische und auch Liegestühle wollen die beiden ihren Gästen anbieten.

Mit Detailproblemen schlagen sich Dreyer und Engelskircher noch herum. So zum Beipiel mit der Abwasserbeseitigung, die auf den Terrassen nur mit Tanks erfolgen kann.

Diese Erfahrung hat Kai Finkernagel schon machen müssen - er hat das Abwasser in Industrietanks gesammelt, als er in diesem Jahr die untere Terrasse bewirtschaftete. Das kann er nun ein weiteres Jahr lang tun: Für diese Terrasse war er der einzige Bewerber, der Rat stimmte einem neuen Jahresvertrag mit ihm zu. ▪ Von Thomas Bender

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