Finanzspritze für Sportvereine: Zehn Vereine melden Bedarf an

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Beispiel TV Städtisch Rahmede: Die Pflege der Anlage am Breitenhagen teuer und aufwendig. Der Verein hat sich um Mittel beworben.

Altena –300.000 Euro bekommen Altenas Sportvereine für Projekte in eigenen Sportanlagen. Der Bedarf ist aber deutlich höher.

300 000 Euro für Altenas Vereine mit vereinseigenen Sportanlagen: Die Landesregierung meint es gut mit dem Sport, nicht nur mit dem in der Burgstadt. Insgesamt 300 Millionen Euro stellt sie bis 2022 für die Sanierung von Sportstätten zur Verfügung. Wie die Mittel verteilt werden, soll der Landessportbund (LSB) regeln, der seinerseits die Kreis- und Stadtsportbünde mit ins Boot geholt hat. 

Der Vorstand des Stadtsportbundes Altena mit Klaus-Peter Trappe an der Spitze hat sich jetzt mit dem Thema beschäftigt und den Vereinen mitgeteilt, wie er sich das Procedere vorstellt. Die 300 000 Euro für Altena sind gesetzt: Der LSB hat genau festgelegt, wie viel Geld in jede der knapp 400 NRW-Kommunen fließen soll und auch klargestellt, dass das Geld in vereinseigene Sportstätten fließen soll und nicht in die der Stadt. 

Bedarf für rund 400.000 Euro

Seit Bekanntwerden der Förderung vor etwa einem Jahr waren Altenas Vereine nicht untätig: Dem Stadtsportverband seien von fünf Vereinen bisher insgesamt zehn Projekte mit einem Gesamtvolumen von etwas mehr als 400 000 Euro mitgeteilt worden, schreibt Trappe. 

Zu den Antragstellern gehört beispielsweise der TV Städtisch Rahmede, der auf dem Breitenhagen Altenas zweitgrößte Sportstätte besitzt. Er ist Eigentümer einer Turnhalle, mehrerer Tennisplätze und einer kleinen Leichtathletikanlage. 

In deren Unterhaltung fließt viel Eigenleistung der Mitglieder, aber auch jede Menge Geld. Die Finanzspritze des Landes komme angesichts dringend notwendiger Investitionen gerade recht, berichtet Vorsitzender Martin Hammerschmidt. 

Vor allem der Kanalanschluss macht dem Verein Kummer, er muss erneuert werden. Geplant sei in diesem Zusammenhang auch, die Sanitäranlagen zu renovieren, sagt der Vorsitzende. „Und auch für die Barrierefreiheit müssten wir was tun.“ Das spielt dem Stadtsportbund in die Karten. 

Das zählt bei der Bewertung

Dessen Vorstand hat sich nämlich darauf verständigt, welche Kriterien zugrunde gelegt werden, schrieb Trappe inzwischen den Vereinen: Sport hat eindeutig Vorrang, Barrierefreiheit, Unfallverhütung und energetische Sanierung haben ebenfalls einen hohen Stellenwert. Weniger wichtig sei die Geselligkeit, lässt der Stadtsportverband durchblicken. 

Das sei schlecht für das eine oder andere Vorhaben, das Städtisch Rahmede noch eingereicht habe, ahnt Hammerschmidt schon jetzt. Auch der TuS Mühlenrahmede hat aufgezeigt, als es um die Förderung von Sportstätten ging. Ihm gehört am Oberen Ardeyweg eine Anlage mit Ascheplatz, Beachvolleyballfeld und einem kleinen Vereinsheim, das auch als Umkleide dient. Das habe dazu geführt, dass der Fußboden mittlerweile sehr abgenutzt sei und erneuert werden müsse, meldet der Verein. 

Entscheidung nach Punkten

Dafür hofft TuS-Vorsitzender Dirk Frebel ebenso auf Zuschüsse wie für die Umstellung der Flutlichtanlage auf LED und einiges andere Projekte. Der Vorstand des Stadtportverbandes hat angekündigt, dass er im Laufe des Jahres das Gespräch mit den Antragstellern suchen und deren Anlagen besichtigen will. 

Entscheiden möchte er nach einem Punktesystem, bei dem unter anderem die Auslastung der Trainingsstätte, der Anteil von Kindern und Jugendlichen im Verein, die finanzielle Absicherung des notwendigen Eigenanteils durch den Verein und die Wichtigkeit der Maßnahme für den Sportbetrieb berücksichtig werden sollen. Vor dem endgültigen Beschluss des Stadtsportverbandes muss dann noch die Stadt gehört werden. Trappe rechnet damit, dass das Verfahren spätestens im Februar 2020 abgeschlossen ist

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