Finanzspritze für Sportstätten: Das müssen vereine wissen

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Förderfähig: die Sanierung der Tennisplätze des SV Altena.

Altena  - 300.000 Euro gibt das Land als Zuschuss für Altenas Sportstätten, die in Vereinshand sind. So kommen Vereine ans Geld.

Da kommt was zu auf die Altenaer Sportvereine – vorausgesetzt, sie verfügen über eine vereinseigene Anlage. 300 000 Euro stellt das Land bis 2022 für Investitionen in Altena zum Beispiel für Tennisplätze, Vereinsheime oder Sportplätze zur Verfügung, die in der Hand der Vereine sind. 

Das bestätigt Sebastian Pahlke, der Geschäftsführer des Kreissportbundes. Er hat inzwischen alle Vereine angeschrieben: Noch vor den Sommerferien findet in Iserlohn eine Informationsveranstaltung für die Stadt- und Gemeindesportverbände im Märkischen Kreis statt. 

Der Geldsegen resultiert aus dem von der Landesregierung aufgelegten Programm „Moderne Sportstätte 2022“, für das landesweit rund 300 Millionen. Euro zur Verfügung stehen. „Damit haben unsere Sportvereine nun die Möglichkeit, eine moderne und bedarfsgerechte Sportstätteninfrastruktur anzubieten. Nur wenn die Vereine ihre Sportstätten auf den neuesten Stand bringen können, sind sie auch in der Lage, ihre vielfältigen und wichtigen Aufgaben in unserer Gesellschaft noch besser wahrzunehmen“, sagt CDU-Landtagsabgeordneter Thorsten Schick. 

Vereine mit eigenen Anlagen sind zum Beispiel der SV Altena, der den Tennisplatz neben der Sauerlandhalle und den Adolf-Hahn-Platz betreibt, sowie der TV Städtisch Rahmede mit der Turnhalle am Breitenhagen. 

Bis in die 1980-er Jahre erhielten Vereine mit Eigentum einen jährlichen Zuschuss von der Stadt, dann wurden diese Mittel aus finanziellen Gründen gestrichen. Besonders erwähnenswert findet es Pahlke, dass die Verteilung der Gelder dem organisierten Sport übertragen worden ist. 

Es können nur Vereine zum Zuge kommen, die Mitglied des Stadtsportverbandes und eines Sportfachverbandes sind. Ab 1. Oktober können sie über das Förderportal des Landessportbundes ihre Projekte vorstellen und einen Finanzierungsplan einreichen. 

Die Bewertung dieser Vorschläge ist Sache der Stadtsportverbände. Sie erstellen nach Sichtung der Anträge aus ihrem Einzugsbereich eine „priorisierte Vorschlagsliste“. Dabei kommt zum ersten und einzigen Mal die Stadt ins Spiel. Mit ihr soll der Stadtsportverband sich absprechen. 

Und was ist, wenn die Stadt selbst investieren will? Die Richtlinien, nach denen die Mittel vergeben werden, sind eindeutig: Kommunen können nur zum Zug kommen, wenn keine Anträge von Vereinen vorliegen. Allerdings gibt es unter Umständen ein Schlupfloch für Vereine wie die TS Evingsen, die städtische Sportstätten übernommen haben: Wenn sie einen Mietvertrag haben, der über wenigstens zehn Jahre läuft, können sie für Investitionen, die sie in den städtischen Immobilien vornehmen, ebenfalls Zuschüsse beantragen. Das Land will bis zu 90 Prozent der Kosten erstatten.

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