Finanzamt: Immer mehr Selbstanzeigen

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Die Führungsriege des Finanzamtes: Zitzelsberger, Salten und Ausbildungsleiter Ebbinghaus (v.l.). ▪

ALTENA ▪ Das Steuerjahr 2009 war für das örtliche Fianzamt ein „Superjahr“. Doch auch 2010 verspricht für den Fiskus sehr lukrativ zu werden.

Das sagt zumindest Dietmar Zitzelsberger, seit rund vier Wochen Vorsteher der Behörde am Ort in einer Halbjahresbilanz. Zwar liegt das Steueraufkommen mit 167 Millionen Euro derzeit noch um 9,16 Prozent unter dem Aufkommen des entsprechenden Vorjahreszeitraumes, doch erwartet der Leitende Regierungsdirektor „im Verlaufe des Jahres ein weiteres Plus“. Er führt das auf die weiter anziehende Wirtschaftskraft des heimischen Raumes zurück und spricht „von einem deutlich erkennbaren positiven Trend.“

Lohnsteuer macht 49 Prozent aus

Die beiden aufkommensstärksten Steuerquellen für das Finanzamt Altena (110 Beschäftigte), das für den Märkischen Kreis und die Städte Altena, Plettenberg, Werdohl, Neuenrade sowie die Gemeinden Nachrodt-Wiblingwerde und Herscheid zuständig ist, sind nach wie vor die Lohnsteuer (macht etwa 49 Prozent aus) und die Umsatzsteuer, die es auf 38 Prozent des Steueraufkommens bringt.

Steuer-Sünder-CD hat Auswirkungen

Die kürzlich in der Schweiz aufgetauchte so genannte „schwarze Steuer-Sünder-CD“ hat auch Auswirkungen auf Altena. Vorsteher Dietmar Zitelsberger ging zwar nicht ins Detail, sagte aber auf Anfrage, dass auf Grund der Presseberichte „20 bis 30 Selbstanzeigen gekommen sind“. Da habe wohl mancher „kalte Füße bekommen“. Für den Finanzbeamten sind das „deutlich mehr Selbstanzeigen, als in medienarmen Zeiten. „Wenn wir ehrlich sind, wir freuen uns als Finanzamt über jede Pressemeldung“, fügte er schmunzelnd an.“ ▪ Johannes Bonnekoh

Online: http://www.finanzamt-altena.de

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