Dickes Plus für den Fiskus

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Von links Friedo Vorderbrück (Öffentlichkeitsarbeit), Vorsteher Dietmar Zitzelsberger und Stephan Redecker, Sachgebietsleiter Einkommensteuer. ▪

ALTENA ▪ Das Jahr 2012 war für den Fiskus durchaus zufriedenstellend. Das zeigen Zahlen, die am Mittwoch im Finanzamt am Winkelsen vorgelegt worden sind. „Wir kommen jetzt aus der Talsenke heraus“, stellte Vorsteher Dietmar Zitzelsberger mit Blick auf das Steueraufkommen der zurückliegenden Jahre fest.

Insgesamt haben Bürger und Firmen dem Finanzamt für das vergangene Jahr 418 Millionen Euro überwiesen. Die Einnahmen sind dabei im zweiten Jahr in Folge recht deutlich angestiegen. Die Steigerung beläuft sich auf immerhin 7,5 Prozent und liegt damit über dem Durchschnitt der Oberfinanzdirektion Münster für ganz Westfalen, wo ein Plus von 6,2 Prozent besteht. „Hier kommt die gute wirtschaftliche Situation des Jahres 2012 zum Ausdruck“, meint Zitzelsberger. Wenn man das jetzige Niveau halten könne, sei die Lage prima.

Ein Blick auf die einzelnen Steuerarten offenbar weitere Einzelheiten: So lagen die Einnahmen aus der Lohnsteuer um 3,6 Prozent über den Werten des Vorjahres, in dem bereits ein hoher Stand erreicht war. Aus der Lohnsteuer flossen 182 Millionen in die Finanzkasse. Der Anstieg fiel etwas schwächer aus als im gesamten Oberfinanzbezirk, wo das Plus bei vier Prozent lag. Die Entwicklung vor Ort lasse einen Rückschluss auf eine Ingesamt gute Beschäftigungslage zu. Die Lohnsteuer bildet mit 44 Prozent im Übrigen das größte Stück im „Steuerkuchen“.

Aus der Umsatzsteuer flossen 126 Millionen Euro zum Winkelsen, fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Die Steigerung lag hier sogar über dem westfälischen Schnitt (+ vier Prozent).

Eine deutliche Steigerung ist zu verzeichnen bei den Einnahmen aus der Einkommensteuer (Selbständige/Unternehmer). Sie ist – wie schon im Vorjahr – um etwa 23 Millionen auf nahezu 74 Millionen Euro angestiegen und hat damit einen deutlichen Anteil an der Gesamtsteigerung. Gedämpft wird der Zuwachs lediglich durch die Entwicklung bei der Körperschaftssteuer, wie sie von GmbHs entrichtet wird. Dieser Posten sank von 18 auf 14 Millionen Euro.

Um 1,1 Millionen auf 4,9 Millionen Euro gesamt kletterte die Grunderwerbssteuer. Das habe seinen Grund aber nicht in vermehrten Immobilienkäufen, sondern hier schlägt laut Zitzelsberger der von 3,5 auf fünf Prozent angehobene Steuersatz durch.

Insgesamt zeigen die Zahlen laut Zitzelsberger, „dass die Krise der Jahre 2009 und 2010 überwunden ist. Die wirtschaftliche Lage kann als gefestigt angesehen werden“, glaubt der Finanzamtsvorsteher. Mit einer weiteren Steigerung der fiskalischen Einnahmen rechnet Zitzelsberger vorerst aber nicht mehr, man sei auf hohem Niveau. ▪ Von Thomas Keim

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