Finanzamt stellt seine Bilanz für 2013 vor

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Friedo Vorderbrück (Öffentlichkeitsarbeit), Ausbildungsleiterin Ilona Tonscheidt, Vorsteher Dietmar Zitzelsberger und Stephan Redecker (Leiter Erhebungsstelle) bei der Bilanzkonferenz.

Altena -  Das Finanzamt ist Anfang 2014 wieder im Jahr 2011 angekommen – das lässt sich zumindest mit Blick auf das Steueraufkommen des jetzt abgerechneten Jahres 2013 sagen.

Am Mittwoch, 26. Februar, haben Amtsvorsteher Dietmar Zitzelsberger und seine Führungsriege die Steuerbilanz 2013 vorgestellt. Danach wurden am Winkelsen 373,4 Millionen Euro für die Finanzverwaltung eingenommen. Das sind fast 10,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Zum Vergleich: In Westfalen sind die Steuereinnahmen um fünf Prozent gestiegen, NRW-weit immerhin noch um drei Prozent.

Die Gründe des Rückgangs kann der Finanzamtschef nicht lupenrein benennen. „Da muss man einen Blick auf die unterschiedlichen Steuerarten werfen“, sagt Zitzelsberger. An der Lohnsteuer lag es jedenfalls nicht, denn die stellt nicht nur etwa die Hälfte der gesamten Steuereinnahmen, sondern ist bei einem Plus von 1,8 Mio. Euro auch leicht angestiegen.

Teils stark rückläufig waren dagegen Einkommensteuer (48,7 Mio., minus 33,9 Prozent), und Umsatzsteuer (102 Mio. Euro, minus 18,7 Prozent). In absoluten Zahlen beträgt der Rückgang bei der Einkommensteuer 25 Mio. und bei der Umsatzsteuer 23,5 Mio.

„Über die Gründe“, so Dietmar Zitzelsberger, „kann nur spekuliert werden“. Ein denkbarer Grund sei die Exportorientierung vieler heimischer Unternehmen. Lieferungen ins Ausland sind häufig von der Umsatzsteuer befreit. Dass die Unternehmen andererseits nicht schlecht dastehen, zeige sich an den Einnahmen aus der Körperschaftssteuer, wie sie etwa von den GmbH zu entrichten ist. Die sind nämlich im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent auf 19,6 Millionen Euro gestiegen.

Hinsichtlich der Einkommensteuer müsse man wissen, dass man es im Vorjahr mit einem Rekordergebnis von 73,8 Mio. Euro zu tun hatte. „Dieser Wert ist nun wieder auf ein normales Maß zurückgeschraubt worden“, sagt Zitzelsberger dazu. Die Lohnsteuer trägt mit 49 Prozent zum Gesamtaufkommen bei, die Umsatzsteuer mit 28 Prozent und die Einkommensteuer mit 13 Prozent.

Ingesamt sei die Lage am Winkelsen nicht dramatisch und die Einnahmen insgesamt auf hohem Niveau geblieben. Zitzelsberger sagt, man müsse nun beobachten, ob die für die Rückgänge gefundenen Gründe zutreffen. „Wenn dies der Fall ist, können wir davon ausgehen, dass sich die Entwicklung im Bereich des Finanzamts Altena wieder an die Entwicklung des Landes angleicht.“

Von Thomas Keim

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