Filmaufnahmen erfordern erheblichen Aufwand

Burgaufzug und Innenstadt werden im Film eine wichtige Rolle spielen. Die Anfrage der Produktionsfirma, alle Parkplätze entlang der Lennepromenade für zwei Wochen zur Verfügung zu stellen, führte in der Verwaltung zu Irritationen.

Altena - Wenn am kommenden Dienstag mit den Dreharbeiten für den Kinofilm „Auf einmal“ begonnen wird, dann steht den Altenaern ein Großereignis der ganz besonderen Art bevor. Das ergibt sich aus einem Schreiben an an die Anwohner der Innenstadt, das am Montag im Rathaus für Stirnrunzeln sorgte.

Zwei Wochen lang wird im Haus Lennestraße 58 (ehemals Eisen und Stahl) gedreht, für den Oktober sind weitere Aufnahmen in der Innenstadt – unter anderem am Burgaufzug – geplant.

Am Wochenende informierte die Produktionsfirma die EEE Productions die Anlieger darüber, dass das Team „während dieser Zeit die Parkplätze an der Lennepromenade nutzen und auch in der Lennestraße parken“ werde. Ob das tatsächlich „von der Stadt genehmigt ist, wie es in dem Schreiben weiter heißt, ist unklar: Bisher hat das Ordnungsamt nur Sonderparkausweise für vier PKW ausgegeben.

Was die Produktionsfirma sich für die Zeit der Dreharbeiten vorstelle, sei ihm noch nicht ganz klar, sagte Rainer Hoffmann am Montag.

Auf keinen Fall könne es aber sein, dass zwei Wochen lang alle Parkplätze an der Lennepromenade für das Filmteam reserviert würden. EEE Productions wurde deshalb dringend um ein Gespräch gebeten.

Gedreht wird übrigens auch nachts – „wir sind bemüht, die Ruhestörungen durch unsere Arbeiten so gering wie möglich zu halten“, verspricht das Film-Team den Anliegern und bittet um Verständnis für „gewisse Einschränkungen“, die es durch die Dreharbeiten in der Innenstadt geben werde.

Die Regisseurin Asli Özge erzählt in „Auf Einmal“ die Geschichte des etwa 30-jährigen Karsten, dessen klein-städtisches Leben mit Freundin, Fußball und Bank-Job wohlgeordnet erscheint – bis ihn ein kleiner Unfall aus der Bahn wirft und er beginnt, sein stabil geglaubtes Leben zu hinterfragen. Gedreht wird der Film in Zusammenarbeit mit dem WDR, es handelt sich um eine deutsch-französisch-niederländische Kooperation.

Asli Özge hat 2009 mit „Men on the Bridge“ ihren ersten Kinofilm präsentiert und gewann damit Preise unter anderem bei Festivals in Istanbul und London. Mit „Lifelong“ feierte sie dann auf der Berlinale 2013 Weltpremiere. Dafür wurde sie auf dem Istanbul Film Festival mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet, weitere Preise folgten.

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