Feuerwehrübung zeigt Handlungsbedarf auf

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Löschwasserentnahme aus der Lenne – mehrere Großbrände haben im vergangenen Jahr gezeigt, dass das wirklich nötig werden kann.

Altena - Alles in Butter bei der Feuerwehr? Nicht ganz, sagt Udo Winter, einer der Stellvertreter von Wehrführer Alex Grass. Zwar habe die Übung am Montagabend im Großen und Ganzen gute Ergebnisse gezeigt. Es seien aber auch vereinzelte Fehler aufgefallen, „die erschreckend sind und so nicht passieren dürfen“.

Von Thomas Bender

Zur Dokumentation des Einsatzes wurde moderne Technik eingesetzt: Immer wieder zückte Wehrführer Alex Grass seinen Tablet-PC, um einzelne Einsatzsituationen zu filmen. Er, Grass und der zweite stellvertretende Wehrführer Stefan Brockhaus hätten sich die wichtigsten Szenen schon im Anschluss an die Übung zum erste Mal angeschaut, schilderte Winter. Gestern morgen sei dann eine zweite Analyse erfolgt.

Einerseits müsse man natürlich berücksichtigen, dass in Übungssituationen immer etwas weniger schwungvoll agiert werde, sagte Winter. Andererseits fehle ihnen aber auch die Hektik realer Einsätze – „da erwartet man eigentlich schon, dass sozusagen schulmäßig vorgegangen wird“.

Mit Details hielt die Wehrführung sich zurück – „das besprechen wir mit den jeweiligen Löschgruppen“. Aufgefallen sei aber, dass es manches Mal an Grundsätzlichem gemangelt habe, zum Beispiel an der Erkundung des Einsatzortes. Man müsse sich jetzt überlegen, ob hinter der fortschreitenden Spezialisierung der Einsatzkräfte das Basiswissen etwas in Vergessenheit geraten sei. „Darüber werden wir uns unterhalten müssen, wenn wir die neuen Dienst- und Ausbildungspläne erstellen“, kündigte Winter an.

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Er selbst hat noch bis zum 31. Mai 2015 Zeit, für den entsprechenden Feinschliff zu sorgen – dann tritt er mit Erreichen des 60. Lebensjahres in den Ruhestand. Die Übung war seine Abschlussübung – reichlich früh zwar, „aber so eine Gelegenheit bekommen wir so schnell nicht wieder“, sagte Stefan Brockhaus. Das Übungsobjekt war ein Haus neben dem Overbeck-Parkplatz, das in Kürze abgebrochen wird. Die enge Bebauung in diesem Bereich stellte für die Wehr eine besondere Herausforderung dar, galt es doch auch, das Übergreifen der Flammen auf die Nachbargebäude zu verhindern.

Nicht ganz einfach gestaltete sich schon die Anfahrt: Der vollbelegte Overbeck-Parkplatz schränkte den Bewegungsspielraum der Einsatzkräfte ein, ein Falschparker stand den Fahrzeugen im Weg – Situationen, mit denen die Wehr dort und an vielen anderen Stellen auch im Ernstfall im Stadtgebiet immer rechnen muss.

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