Drei Wehren, ein Lehrgang

Drei Feuerwehren, ein Lehrgang

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Drei von 27: Thorsten Bänsch (Nachrodt), der Altenaer Nils Tesch und Sven Bartelt aus Neuenrade gehören zu den Teilnehmern der Grundausbildung. Lehrgangsverantwortlicher für die Altenaer Wehr ist Kai Löcker.

Altena - Die Feuerwehren in der Region weiten ihre Zusammenarbeit aus. Hatten sich in der Vergangenheit schon Altena und Nachrodt zur Durchführung gemeinsamer Grundausbildungen entschlossen, so kommt jetzt Neuenrade noch hinzu.

27 junge Männer und Frauen aus den drei Kommunen erlernen bis Ende September das Grundlagenwissen, über das jedes aktive Mitglied der freiwilligen Feuerwehr verfügen muss. Der Lehrgang begann am Wochenende.

So würden Ressourcen gebündelt und die Ausbilder in den jeweiligen Städten und Gemeinden entlastet, begründet Feuerwehr-Pressesprecher Hendrik Weber das Zusammengehen der drei Wehren. Außerdem diene es dem Erfahrungsaustausch unter den drei Einheiten, die sich bei Großeinsätzen im Rahmen der „nachbarschaftlichen Hilfe“ gegenseitig unterstützen. Dadurch, dass der Kurs mit 27 Teilnehmern recht groß sei, gebe es im Rahmen der Ausbildung auch neue Schulungsmöglichkeiten.

Insgesamt 37 Ausbilder setzen die drei beteiligten Wehren ein. Dabei sei vorgesehen, dass sich bei Bedarf auch mehrere erfahrene Feuerwehrleute um die Gruppe kümmern, sagte gestern Kai Löcker, der Lehrgangsverantwortliche der Altenaer Wehr.

Der Unterricht findet wechselweise in Neuenrade, Altena und Nachrodt statt. Das größte Kontingent der „Auszubildenden“ stellt Neuenrade mit elf Teilnehmern. Neun kommen aus Altena, die Nachrodter Wehr lässt sieben junge Männer und Frauen ausbilden. Viele der Teilnehmer kommen aus den jeweiligen Jugendwehren, verfügen also über erste Vorkenntnisse.

Im Mittelpunkt des Lehrgangs steht natürlich die Brandbekämpfung: Gerätekunde stand gestern auf dem Programm, es ging um Spritzen und Schläuche. Auf dem Lehrplan stehen aber noch weitere Themen wie Einsatztaktik und Eigensicherung. Auch die Grundlagen der technischen Hilfe werden vermittelt.

Wichtig ist auch, dass die Brandbekämpfer auch an sich denken – das Thema Eigensicherung wird ebenso behandelt wie die Einsatznachsorge, also der Umgang mit emotionalem Stress nach besonders aufwühlenden Einsätzen. - ben

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