Feuerwehr will Zuschauern „viel Action„ bieten

Die Altenaer Feuerwehr hofft, dass viele Zuschauer ans Lenneufer kommen, wenn sie ihre Wettkämpfe bestreitet.

ALTENA ▪ „Die Feuerwehr muss sich nicht verstecken“, sagt Stadtbrandinspektor Alexander Grass. Deswegen war es auch seine Idee, den Kreisleistungsnachweis der Feuerwehren im Märkischen Kreis nach Altena zu holen und ihn zu revolutionieren.

Normalerweise loten die Feuerwehren einmal im Jahr auf einem Sportplatz aus, wer im Kreis die beste Truppe hat. Aber: „Da kommen keine Zuschauer.“ In Altena fand dieser Kreisleistungsnachweis bisher noch nie statt, „weil wir an unseren Sportstätten einfach zu wenig Parkraum haben“, erklärt Grass. An der Lenneuferstraße jedoch ist ausreichend Platz für rund 70 Gruppen und ihre mindestens ebenso vielen Fahrzeuge. Dort und in der Lennestraße werden am Samstag, 12. Mai, die Wettbewerbe und Einsatzübungen stattfinden. Und alles „zum Zuschauen“ – Alexander Grass hofft auf viele Gäste, denen die Feuerwehrleute „viel Action“ bieten wollen. „Wir machen das für die Bevölkerung.“

Los geht’s am Samstagmorgen um 7.30 Uhr: An den Wettkampfbahnen zwischen der ersten und zweiten Lenneterrasse muss jede einzelne Gruppe einen Löschangriff unter Atemschutz und in voller Montur absolvieren.

Der sportliche Teil des Kreisleistungsnachweises startet am Markaner. Dann gilt es, eine 450 Meter lange Strecke bis zur Stadtgalerie zu laufen. Unterwegs müssen die Frauen und Männer über einen Schwebebalken balancieren, eine ein Meter fünfzig hohe Wand überwinden und durch eine Röhre krabbeln. „und das alles in voller Montur“, macht Grass die Schwere der Übung deutlich. Zudem müssen die Wehrleute auf dem Parkplatz neben dem Stadtinformationsbüro (früher Risse) die Knotenkunde bestehen und im Büro dann noch 30 Fragen rund um die Erste Hilfe und das Feuerlöschen beantworten. „Zur Belohnung spendieren wir jedem Teilnehmer eine Kugel Eis“, verspricht der Stadtbrandinspektor.

Für die Zuschauer seien aber sicherlich nicht nur die Übungen der Feuerwehren interessant, sondern auch der Bummel durch die Stadt, denn die Geschäfte sind den ganzen Tag geöffnet, erklärt Alexander Grass. Bierwagen und Grillstände finden die Besucher in Höhe der zweiten Lenneterrasse, dort werden etwa bis zum späten Nachmittag die Sieger der Wettbewerbe geehrt.

Einige Unannehmlichkeiten bringt so eine Großveranstaltung aber auch mit sich: Ab Stadtwerke bis zum Küstersort werden Linscheid- und Lenneuferstraße und die Fußgängerzone ab Freitag, 16 Uhr, für den Fahrzeugverkehr komplett gesperrt. Die Sperrung dauert bis Samstagabend gegen 22 Uhr. Die Anwohner werden gebeten, während dieses Zeitraums ihre Autos im Parkhaus des Fritz-Berg-Hauses oder in der Tiefgarage der Burg Holtzbrinck zu parken – natürlich kostenlos. „Ich bedanke mich jetzt schon dafür“, so Grass. ▪ Von Ilka Kremer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare