Verheerendes Umfrage-Bild

Ungebildet? Trinkfest? MK-Feuerwehr wehrt sich

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Die Delegiertenversammlung fand im Haus Lennestein statt. Sechs Altenaer Wehrleute nahmen daran teil.

Altena - Umfragen von Studenten der Universität Witten-Herdecke haben ein verheerendes Image der Feuerwehr in NRW zu Tage gebracht: Deren Mitglieder sind in den Augen der Bevölkerung wenig gebildet, trinkfest und was die tun, weiß keiner so genau. Gegen dieses Image wollen die MK-Feuerwehren etwas tun.

Bezirksbrandmeister Hartmut Ziebs brachte in der Delegiertenversammlung der MK-Feuerwehren knapp und krass auf den Punkt, was andere über die Ehrenamtlichen denken. Und was eigens eingerichtete Arbeitsgruppen dafür tun, um Feuerwehr wieder attraktiv zu machen.

„Feuerwehrensache“ heißt das Wortspiel, das für die große Planungsgruppe von Bedeutung ist. Deren Mitglieder gehen einerseits gezielt in die Öffentlichkeit, um Bürger zu fragen, was sie von der Feuerwehr erwarten. Und sie möchten wissen, womit die Feuerwehr locken kann, damit Frauen und Männer ihr beitreten.

„Wir möchten zeigen, dass man auch als Quereinsteiger bei uns viel erreichen kann. Wir wollen sowohl den fitten Mittdreißiger packen, wie auch die Kollegen halten, die von den gesetzlichen Vorgaben her eigentlich in die Ehrenabteilung gehören“, erklärte Ziebs den 95 Delegierten im Haus Lennestein.

So, wie die älteren Kollegen gehalten werden sollen, will die Feuerwehr ihren Nachwuchs am liebsten noch im Windelalter einfangen: „Kinderfeuerwehren sind ein wichtiges Stichwort für uns. Sie unterscheiden sich deutlich von Jugendfeuerwehren, wo ein 16-Jähriger, der mit 12-Jährigen ausgebildet wird, auch recht schnell mal die Lust verlieren kann. Auch die Nachwuchsausbildung wird sich verändern müssen“, berichtete Ziebs aus den Zielvorgaben der Arbeitsgruppen. Erwachsene Feuerwehrleute könnten als Ehren- und Hauptamtliche durchaus die selben Lehrgänge und Fortbildungen besuchen.

Bis 2017 wollen die Arbeitsgruppen von „Feuerwehrensache“ ihre Ergebnisse der Landesregierung vorlegen und es ist denkbar, dass die Delegierten der MK-Feuerwehren in dem Jahr schon einen weiteren Bericht zum Projekt hören.

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