Alarmsystem soll Zug um Zug erneuert werden / Weniger Standorte notwendig

Feuerwehr investiert: Sirenen heulen digital

In luftiger Höhe ist am Dienstag auf dem Dach des Rathauses eine neue Sirenenanlage montiert worden.

Altena - Sirenenalarm hat am Dienstag um die Mittagszeit Anwohner der Innenstadt aufhorchen lassen. Es handelte sich um das bekannte Signal für Feueralarm – aber es klang „irgendwie anders“.

Es handelte sich um den Klang einer Sonnenberg SES 1200. Vom Hersteller im bayerischen Eggenfelden als „die Besten ihrer Klasse“ beworben, erreichen die Sirenen je nach Bebauungssituation noch in 1,5 Kilometer Entfernung eine Lautstärke von 60 Dezibel.

Damit ist sie nach Auskunft von Feuerwehr-Wachleiter Udo Winter laut genug, um einige andere Sirenen zu ersetzen. Außer Dienst gestellt werden die Alarmgeber auf dem Dach der Bäckerei Beul an der Bahnhofstraße, auf dem Amtsgericht und auf der früheren Firma Nierhoff & Gäfgen an der Lüdenscheider Straße.

In etwa auf der Mitte zwischen den beiden äußeren Gebäuden gelegen, übernimmt die neue Sirenenanlage nun „Dienst für drei“. Ein Schnäppchen sind die neuen Anlagen freilich nicht. Für das System auf dem Rathausdach hat die Stadt rund 11.000 Euro vom Land NRW bekommen. In den nächsten Tagen wird es einige kurze Testläufe geben. Bewohner der Innenstadt sollten sich davon nicht irritieren lassen.

Im ganzen Stadtgebiet waren nach letztem Stand 16 Sirenen installiert. Nun werden es 14 sein. Frisches Blut tut dem System sicherlich gut, denn es handelt sich bei den übrigen vorhandenen Anlagen nicht eben um die neuesten Modelle – sie stammen aus dem Jahr 1965 und sind damit immerhin 50 Jahre alt.

In den nächsten fünf bis sechs Jahren, so hat Udo Winter kalkuliert, sollen – wenn es Fördermittel gibt – die alten Sirenen den neuen Anlagen weichen. Weil die elektronischen Sirenen akustisch flexibel sind und sich ihre Schallabstrahlung ausrichten lässt, könne beim Neuaufbau des Alarmsystems auf einige Standorte verzichtet werden. Möglicherweise werde man in Zukunft nur noch zehn Sirenenstandorte benötigen, erwartet Winter.

Alle zwei Jahre ist eine Wartung der Sirenen vorgeschrieben. Sie wird jeweils durch einen externen Fachmann vorgenommen. Für das laufende Jahr ist diese Inspektion bereits abgeschlossen; ein Mängelbericht liegt der Feuerwehrführung vor. - von Thomas Keim

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