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Erst brennt ein Lkw, dann müssen Menschen gerettet werden

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Von: Maximilian Birke

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In der Ortschaft Lenscheid war der Laster am Samstagmittag aus noch ungeklärter Ursache in Brand geraten.
In der Ortschaft Lenscheid war der Laster am Samstagmittag aus noch ungeklärter Ursache in Brand geraten. © Philipp Selle/Feuerwehr Altena

Erst brennt ein Lkw, dann lodern Flammen im Keller eines Wohnhauses. Fünf Bewohner müssen von den Kameraden gerettet werden. Wieder einmal gab es für die Feuerwehr Altena am Wochenende also viel zu tun.

Altena – Um 12.30 Uhr wurde am Samstag der Löschzug 3 zusammen mit der Feuerwache zur Ortschaft Lenscheid unterhalb des Großendrescheid alarmiert. „Dort war ein Lkw in Brand geraten“, schildert Feuerwehr-Sprecher Philipp Selle. „Das Feuer konnte schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden.“ Trotz des beherzten Eingreifens der Wehrkräfte entstand an dem Lkw großer Schaden.

„Das Fahrerhaus ist komplett ausgebrannt“, so Selle, der selbst mit vor Ort war. Ein Foto belegt, mit welcher Kraft die Flammen in der Kabine wüteten. Etwa 75 Minuten waren die Einsatzkräfte in Lenscheid gebunden, bevor sie wieder einrücken konnten.

Nicht viel übrig blieb vom Innenraum der Fahrerkabine. Das Feuer richtete großen Schaden an.
Nicht viel übrig blieb vom Innenraum der Fahrerkabine. Das Feuer richtete großen Schaden an. © Philipp Selle/Feuerwehr Altena

Der Rest des Samstags verlief ruhig, bis am frühen Sonntagmorgen gegen 1 Uhr erneut Alarm ausgelöst wurde. „In der Kirchstraße war es in einem Wohn- und Geschäftshaus zu einem Kellerbrand gekommen“, berichtetet Philipp Selle. Es handelt sich um das ehemalige Café Overbeck.

Die Feuerwehr setzte einen Rauchverschluss vor die Kellertür, sodass die Bewohner, die das Haus noch nicht eigenständig verlassen hatten, durch das leicht verrauchte Treppenhaus evakuiert werden konnten. Mit der Drehleiter wurden von außen die Fenster abgefahren, um sicherzustellen, dass sich keine weiteren Personen im Gebäude befanden. Verletzte waren am Ende nicht zu beklagen: „Fünf Personen wurden aus dem Haus gerettet, beziehungsweise konnten sich vor Eintreffen der Feuerwehr selbst retten“, sagt Selle.

Ein Angriffstrupp ging unter Atemschutz direkt zur Brandbekämpfung in den Keller vor. Um genug ausgebildete Atemschutzgeräteträger (AGT) in Reserve zu haben, wurde der Löschzug 3 nachalarmiert. „Auch dieser Brand konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden“, schildert Selle. Die Einsatzstelle konnten die Feuerwehrkräfte gegen 3 Uhr verlassen.

Die Bewohner allerdings durften am Abend nicht mehr in ihre Wohnungen zurückkehren, wohl unter anderem, weil der Energieversorger das Gebäude sicherheitshalber stromlos schaltete. Das Ordnungsamt kümmerte sich um die vorübergehende Unterbringung der Altenaer.

Im Einsatz waren die Feuerwache, der Löschzug 1 (Mühlendorf, Freiheit und Knerling) und der Löschzug 3 (Rosmart, Rahmedetal und Drescheid).

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