Feuerwehr checkt alle Hydranten

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Rene Bröker (links) beobachtet seine Kollegen beim Hantieren mit dem Standrohr am Hydranten. ▪

ALTENA ▪ „Geh’ besser einen halben Schritt zurück. Sonst haut dich gleich die Wasserfontäne um“. Unterbrandmeister Rene Bröker dirigiert das Tun seiner Kollegen Daniel Leiendecker, Daniel Rudewig und Christian Dencker in Höhe der Bushaltestelle an der Lindscheidtstraße. Die drei Oberfeuerwehrleute, die wie Bröker der Löschgruppe Mühlendorf angehören, waren Freitagabend noch weit nach 20 Uhr dabei, „bis zu 100 Hydranten in der Zuständigkeit unserer Löschgruppe hier in der Innenstadt auf ihre Funktionalität zu prüfen.“

Einmal im Jahr, so erklärt Bröker, würden in ganz Altena „mehr als 1 000 Hydranten von uns und den Kollegen Stück für Stück geprüft.“ Das sei nicht etwa Beschäftigungstherapie. Die Wehrmänner gingen streng nach Plan vor. So habe jeder „Wasserspender“ nicht nur eine exakte Numerierung, es gäbe auch ein eigenes Aktenblatt mit den Besonderheiten genau dieses Hydranten. „Da steht drin, wo er in der Straße liegt, ob er vom Straßenbelag eingeschlossen ist, welche Besonderheiten die Wasserversorgung von dieser Stelle aus hat, wie hoch der Druck ist und weitere Details für die Einsatzkräfte.“

Dann hieß es Freitag: Uniform-Jacke zu und Helm auf zur praktischen Hydrantenprüfung. Der Deckel der Hydrantenkappe wurde mit einem Schieberschlüssel ausgehoben und zur Seite geschwenkt. So wurde der Hydrantenfuß zugänglich, an den nun das Standrohr angeschlossen wurde. Das ist nicht immer leicht, auch auf der Lindscheidtstraße hatten die erst kürzlich abgeschlossenen Asphaltarbeiten den Metalldeckel fest neu umschlossen. Doch mit geübten Handgriffen schoss schon nach wenigen Augenblicken eine Wasserfontäne in die Höhe. Bis zu 100 Liter werden für die Probe-Belüftungen der Hydranten an Wassermenge je Standort freigesetzt. „Das ist aus Sicherheitsgründen notwendig, damit im Ernstfall alles funktioniert“, erklärten die Männer noch einmal. Jede Einsatzstelle wurde von ihnen durch ein Feuerwehrfahrzeug mit Blaulicht und große Schilder: „Vorsicht, Feuerwehreinsatz!“, gesichert. ▪ job-

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