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Haus nach Brand unbewohnbar: Feuerwehr kühlt Gastank - Ehepaar und Hunde gerettet

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Von: Tobias Hinne-Schneider, Maximilian Birke, Peter von der Beck

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Nach rund einer Stunde hatte die Feuerwehr den Brand im Griff.
Nach rund einer Stunde hatte die Feuerwehr den Brand im Griff. © Peter von der Beck

Die Feuerwehr im Märkischen Kreis ist am Freitag mit einem Großaufgebot ausgerückt. Ein Wohnhaus brannte in Evingsen.

[Update vom 23. April, 17.40] Evingsen - Bei einem schweren Brand am späten Freitagabend in Altena-Evingsen ist ein Haus unbewohnbar geworden. Ein Ehepaar und ihre beiden Hunde verloren ihre Heimstatt. Das Gebäude, welches direkt unterhalb des Heimatvereinsarchivs liegt, war durch das Feuer und das Löschwasser arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Das Haus liegt an einer steilen Straße „Auf der Böcke“ und das Feuer war wohl von gegenüber wohnenden Evingsern bemerkt und gemeldet worden.

Haus nach Brand unbewohnbar: Feuerwehr kühlt Gastank - Ehepaar und Hunde gerettet

Gegen 22.40 Uhr (Freitag) war die Wehr mit der Hauptwache und den Löschzügen 1 und 2 (Mühlendorf und Dahle-Evingsen) ausgerückt. Und der Löschzug Drescheid stieß später hinzu, um Atemschutzausrüstung nachzuliefern. Der Löschzug Rahmede besetzte die Hauptwache. Die flott eintreffende Feuerwehr fand einen Bewohner vor, der andere hielt sich wegen der Hunde noch im Haus auf. Die Feuerwehr holte dann Mann und Hunde raus. Die Wehr bekämpfte das Feuer mit C-Strahlrohren, die Wasserversorgung war kein Problem, Hydranten waren nicht allzu weit entfernt. Trupps mit Atemschutz versehen, sichteten die unmittelbare Umgebung des Hauses. Ein Flüssiggastank, der sich in der Nähe befand, war durch das Feuer ungefährdet. Feuerwehrsprecher Philipp Selle betonte, dass der Gastank weit genug entfernt sei. Man habe ihn sicherheitshalber mit Wasser gekühlt.

Enorme Qualmentwicklung

Der Brand war offensichtlich in der linken Gebäudehälfte entstanden, zumindest brannte es dort lichterloh. Zeitgleich mit drei C-Strahlrohren wurde der Brand bekämpft. Immer wieder hielten die Feuerwehrleute den Wasserstrahl unter die Dachhaut, in das Fenster und den rückwärtigen Teil des Gebäudes. Gegen 23.30 Uhr waren kaum noch offenen Flammen zu sehen, ein Teil des Daches wurde sicherheitshalber abgedeckt. Die Brandstelle war allerdings so heiß, dass ein Wiederaufflammen möglich war. Die Rauchentwicklung war enorm.

Das Haus ist nach dem Brand unbewohnbar.
Das Haus ist nach dem Brand unbewohnbar. © Peter von der Beck

Das oberhalb des Hauses liegende Gemeindehaus wurde eingeräuchert. Insgesamt war die Situation nicht gerade ungefährlich. Die alte, historisch gewachsene Bebauung ist dort sehr dicht. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr wurde sicher Schlimmeres verhütet. Etliche Fahrzeuge und geschätzte 70 Feuerwehrleute waren dort im Einsatz. Über die Brandursache wurde bislang noch nichts Valides bekannt.

Erst wenige Stunden zuvor war es im Märkischen Kreis zu einem schweren Unfall gekommen: Auf der Landstraße 561 hatte ein Audi-Fahrer (29) die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war einen Abhang heruntergestürzt.

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