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Feuerwehr befördert 32 Kameraden - Rückblick: Flutkatastrophe

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Von: Ilka Kremer

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Befördert wurden diese Frauen und Männer am Samstagnachmittag im Rahmen der Jahresdienstbesprechung der Altenaer Feuerwehr.
Befördert wurden diese Frauen und Männer am Samstagnachmittag im Rahmen der Jahresdienstbesprechung der Altenaer Feuerwehr. © Kremer

In einer abgespeckten Form fand am Samstagnachmittag die Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr Altena im Gerätehaus Rosmart statt.

Altena – An der Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr Altena durften wegen der Corona-Schutzmaßnahmen nur die Feuerwehrfrauen und -männer, die befördert wurden, teilnehmen. Alle anderen konnten via Online-Übertragung live zuhause vor dem Computer dabei sein.

Der Leiter der Feuerwehr, Stadtbrandinspektor Alexander Grass, bezeichnete das vergangene Jahr als eines „der dunkelsten in der Geschichte der Feuerwehr Altena“. Die Flutkatastrophe, verursacht durch massive Regenfälle, hatte die Burgstadt schwer getroffen. Grass bedankte sich bei den Kameradinnen und Kameraden für die „großartige Arbeit und Unterstützung“. Sein besonderer Dank galt in diesem Zusammenhang der Löschgruppe Knerling, der Stadt Altena und zahlreichen Handwerksunternehmen, die es durch ihren Einsatz bereits fast geschafft hätten, das zerstörte Gerätehaus in der Brachtenbeck wieder aufzubauen. Er bat die Versammlung darum, einen Moment inne zu halten und der verstorbenen Kameraden zu gedenken. Unter Tränen verlas Grass die Namen der Wertgeschätzten: Oliver Diehl, der beim Flutkatastropheneinsatz in der Nette verstarb, sowie Ernst von der Crone und Peter Coordt.

Feuerwehr befördert Kameraden - Blick in die Zukunft

„Lasst uns gemeinsam und zuversichtlich auf das Jahr 2022 und in eine spannende Zukunft schauen. Und: miteinander noch stärker werden“, sodann sein Appell, denn die Truppe könne stolz auf sich sein. Er gab einen Überblick über die Einsätze der Feuerwehr Altena, die sich aus insgesamt 269 Aktiven zusammensetzt. 411 Mal wurden die Rettungskräfte in 2021 zu unterschiedlichen Einsätzen gerufen. Darunter „nur“ 41 Brandeinsätze. „Gott sei Dank“, so Alexander Grass, der diese positive Entwicklung auf die Rauchwarnmelderpflicht und die Brandfrüherkennung zurückführt. Die Altenaer Feuerwehr habe einen Erfüllungsgrad von 92 Prozent. „Darauf können wir stolz sein.“ Die Statistik belege, dass in circa sechs Minuten nach der Alarmierung alle Wehrleute von zuhause aus am jeweiligen Gerätehaus seien und das erste Fahrzeug zum Einsatzort ausrücken könne.

Zukünftig wird es noch besser um die Feuerwehr in der Burgstadt bestellt sein: vier neue Fahrzeuge werden erwartet – zum einen durch Spendengelder, zum anderen durch öffentliche Mittel. Ein Polaris Ranger, ein Fahrzeug für Einsätze in schwer zugänglichen Gebieten, zwei Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge (HLF 10 und HLF 20) sowie ein TLF 3000, ein Tanklöschfahrzeug, das mit einer Schnellangriffseinrichtung sowie einem Löschwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 3000 beziehungsweise 4000 Litern ausgestattet ist.

Zum Hauptfeuerwehrmann wurde Carsten Platzek von der Löschgruppe Knerling ernannt. Bürgermeister Uwe Kober (l.) und der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Stefan Brockhaus (r.) bringen die neuen Schulterklappen an.
Zum Hauptfeuerwehrmann wurde Carsten Platzek von der Löschgruppe Knerling ernannt. Bürgermeister Uwe Kober (l.) und der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Stefan Brockhaus (r.) bringen die neuen Schulterklappen an. © Kremer

Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendfeuerwehr - Kameraden befördert

Auch die Kinder- und Jugendabteilung entwickelt sich weiter: 17 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis zehn Jahren befinden sich in der Kinderfeuerwehr, 20 Jugendliche engagieren sich in der Jugendfeuerwehr. Großartige Arbeit habe hier Stadtjugendfeuerwehrwart Kai Spelsberg in den vergangenen Jahren geleistet. „Du hast die Mädchen und Jungen geprägt“, meinte Grass. Spelsberg übernimmt nun das Amt des stellvertretenden Zugführers von Zug 3 der Feuerwehr Altena. Das Amt des Stadtkinderfeuerwehrwartes bekleidet zukünftig Philipp Selle. Unterstützt wird er bei dieser verantwortungsreichen Tätigkeit von Justina Hampel.

Bevor Alexander Grass insgesamt 32 Frauen und Männer, die verschiedene Lehrgänge absolviert hatten, beförderte, richtete Bürgermeister Uwe Kober einige Worte an die Versammlung. „Es ist mir eine Ehre, endlich mal wieder eine Uniform tragen zu dürfen“, so Kober, der – seitdem er Bürgermeister der Stadt Altena ist – kaum mehr Zeit hat, um an Feuerwehreinsätzen persönlich teilzunehmen. Sein Dank aus tiefstem Herzen galt allen Feuerwehrfrauen und -männern. „Es ist die Gemeinschaft, die die Feuerwehr auszeichnet.“ Der Bürgermeister freute sich über die Tatsache, dass viele neue, junge Leute und vor allem Frauen sich zum Schutz der Bürger und der Stadt engagieren. „Das ist toll“, denn Altena zu schützen, dafür auch nachts aufzustehen, lohne sich. „Ich bin froh, einer von euch zu sein. Passt alle gut auf euch auf!“

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