Baugesellschaft stellt den jungen Leuten Abbruchhäuser an der Wilhelmstraße zur Verfügung

Altenaer Feuerwehrnachwuchs übt das Retten unter Atemschutz

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Bis auf die Straße quoll der künstliche Nebel am Montag. Personenrettung unter starker Rauchentwicklung ist eine Herausforderung. Idealerweise können Nachbarn der Feuerwehr bei der Orientierung im Gebäude helfen.

Altena - Es ist noch gar nicht lange her, dass die „große“ Feuerwehr unter Atemschutz in den Abbruchhäusern Wilhelmstraße eine Personenrettungsübung durchführte. Das hat am Montag auch mal der Nachwuchs aus der Jugendfeuerwehr geübt.

Dafür wurden den jungen Leuten extra ausgediente Atemschutzgeräte zur Verfügung gestellt, die für junge Köpfe umgebaut wurden.

Die sind so schwer wie ein Rucksack und mit denen durch ein vernebeltes Haus zu laufen, ist gar nicht so einfach. „Im ersten Moment denkt man ja, dass man mit einer Taschenlampe mehr sieht. Aber damit strahlt man den Rauch ja nur an und bekommt keine klare Sicht“, erklärt Jugendfeuerwehrleiter Kai Spelsberg. 

"Wir konnten sogar eine Tür eintreten"

Deshalb gilt: Langsam vortasten und im Idealfall anhand eingeholter Informationen den Aufenthaltsort von Personen bestimmen. „Wir konnten am Montag sogar eine Tür eintreten“, berichtete Kai Spelsberg von der spannenden Übung. 

Weil die Häuser der Baugesellschaft demnächst ohnehin abgerissen werden, darf sich die Feuerwehr in ihnen austoben. „In bewohnten Immobilien würde man je nach Gefahrenlage natürlich schonender arbeiten. Wir sorgen schon dafür, dass Häuser nach unseren Einsätzen weiter bewohnbar sind“, erklärt der Jugendfeuerwehrleiter. 

13 Jungen und Mädchen 

Das Team Atemschutz, am Montag mit drei Mann vertreten, sorgte während des Übungseinsatzes für die passende Geräuschkulisse, damit die 13 Jungen und Mädchen möglichst reale Einsatzbedingungen erfahren konnten. 

Dazu gehört auch, die Kollegen per Funk über Druckverluste im Löschwasserschlauch zu informieren. Und natürlich muss ein Einsatz mit Hilfe von Sauerstoffmasken zeitlich gut überwacht werden. Am Ende ist alles super gelaufen: „Um den Atemschutznachwuchs müssen wir uns keine Sorgen machen. Der wird wohl bald aus der Jugendfeuerwehr kommen“, sagte Spelsberg. 

In zweiter Ferienhälfte folgt noch einer

Er betreute am Montag den ersten von zwei Übungsdiensten in den Sommerferien. In der zweiten Ferienhälfte folgt noch einer. Demnächst werden noch jüngere Kinder zur Wehr hinzustoßen, wenn die Kinderfeuerwehr in Altena startet. 

Am 2. September gibt es zu diesem Anlass ein großes Fest an der Burg Holtzbrinck mit Fahrzeugschau. Mit 21 gemeldeten Kindern ist die Gruppe voll. Trotzdem lohnt sich die Anmeldung, denn es gibt die Möglichkeit, über die Warteliste nachzurücken.

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