Feuerwehr rüstet auf Digitalfunk um

Der Rüstwagen der Feuerwache kann bereits im neuen Standard funken. Oberbrandmeister Roland Schulte hält das Bedienteil; das eigentliche Funkgerät steckt hinter der Rückenlehne des Beifahrersitzes. -  Fotos: Keim

ALTENA - Der Anfang ist gemacht, und mit gesetzten Schritten geht es weiter: Die Feuerwehr rüstet derzeit auf digitalen Funk um. Udo Winter, Leiter der Feuerwache, blickt der Einführung des neuen Dienstes mit Freude entgegen.

„Es gibt bisher Situationen, da brauchen Sie nicht zu funken“, weiß der erfahrene Feuerwehrmann. Als ein Beispiel nennt er die Lage nach dem Orkan Kyrill. Weil die gesamte Feuerwehr im Kreisgebiet auf einer Frequenz funkt, gebe es bei solchen Ereignissen praktisch „kein Durchkommen.“

Nicht besser wird die gegenwärtige Lage im Feuerwehrfunk, wenn man bedenkt, dass sich der Märkische Kreis seine Frequenz noch mit Aachen, Düsseldorf, Gelsenkirchen und der Gemeinde Harsefeld in Niedersachsen teilt. Bei so genannten Überreichweiten sind die Signale der weit entfernten Feuerwehrkollegen dann auch hier zu hören und sorgen für weitere „Funkverstopfung“. Das wird bald der Vergangenheit angehören. Der Digitalfunk verspricht glasklare Verständigung – und vor allem Störungsfreiheit. Sechs Fahrzeuge der Altenaer Wehr sind bereits mit den neuen Geräten ausgestattet worden, sechs weitere werden im Laufe des Jahres folgen. Dabei geht die Wehrleitung zugweise vor. Löschzug 1 ist jetzt bis auf einen Wagen komplett umgerüstet. Ein Umbau aller Fahrzeuge auf einen Schlag sei finanziell nicht machbar gewesen. Für ein normales Einsatzfahrzeug liegt der Preis der Umrüstung einschließlich Einbau bei immerhin rund 3500 Euro. Die Feuerwehrflotte umfasst 30 Autos. Außerdem sind sechs Handfunkgeräte angeschafft worden, die insbesondere bei etwaigen Einsätzen am Burgaufzug benötigt würden.

Bis Ende April laufen die Digitalfunkgeräte im Probebetrieb. Diese Phase wird vor allem dazu dienen, die Netzabdeckung auf dem Gebiet der Burgstadt unter die Lupe zu nehmen und zu ermitteln, ob an gewissen Stellen nachgebessert werden muss. Da die teils betagten Analog-Funkgeräte im Übrigen für eine ganze Weile noch im Parallelbetrieb vorgehalten werden, bereitet die schrittweise Umrüstung der Feuerwehr keine nennenswerten Probleme. Udo Winter: „Drei Jahre werden wir brauchen, bis alle Fahrzeuge so weit sind.“ - von Thomas Keim

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