Ziel ist die Einführung des Tagdienstes

Feuerwehr in Altena steht offenbar vor einem großen Umbruch

Altena - Ein großes Geheimnis machen Bürgermeister und Verwaltung seit Monaten um anstehende Umstrukturierungen bei der Feuerwehr. Verschiedene Szenarien wurden geprüft, ihre Machbarkeit auch im Gespräch mit der Bezirksregierung diskutiert – und zwar am Rat vorbei. Nur mit den Fraktionsvorsitzenden wurde das Thema bisher besprochen.

Am 10. Juli sollen die Karten auf den Tisch kommen – einerseits im Rat, andererseits bei einer feuerwehrinternen Veranstaltung im Gerätehaus Rosmart. Am Donnerstag packte ein Insider beim AK aus, was geplant ist. Eine weitere Quelle bestätigt im Wesentlichen seine Aussagen. Im Kern geht es um massive Einschnitte bei den Hauptamtlichen.

Dreh- und Angelpunkt ist der Brandschutzbedarfsplan. Der muss neu geschrieben werden, bevor überhaupt Veränderungen vorgenommen werden dürfen. Das erledigt in der Regel ein darauf spezialisierter Gutachter. 

Nach AK-Informationen schlägt die Verwaltung vor, diese Arbeiten auszuschreiben. Dabei soll als Arbeitsauftrag auch festgelegt werden, dass der Gutachter überprüfen soll, ob der Brandschutz zukünftig auch gewährleistet sein kann, wenn hauptamtliche Feuerwehrleute nur noch im so genannten Tagdienst, also werktags von 8 bis 16 Uhr, beschäftigt werden. 

Außerhalb dieser Zeiten und am Wochenende könnten nach Vorstellung der Verwaltung Ehrenamtliche den Brandschutz komplett übernehmen.

Damit wäre ein enormes Einsparpotenzial verbunden. Es würden dann nicht mehr so viele hauptamtliche Feuerwehrleute benötigt wie beim jetzigen Dreischichtdienst. Freiwerdende Stellen müssten nicht wieder besetzt werden. 

Für die Beschäftigten wäre eine solche Entscheidung mit massiven Einschnitten verbunden, weil Schichtzulagen wegfallen würden – das summiere sich auf mehrere hundert Euro im Monat, sagen die Insider.

Noch größer als bisher in der Öffentlichkeit bekannt sind die räumlichen Probleme der Wehr. Dass auf Dauer am Neubau der Feuer- und Rettungswache kein Weg vorbeiführen wird, ist bereits öffentlich diskutiert worden. Hinzu kommt, dass das Feuerwehrgerätehaus Zum Hohle nur angmietet ist. Dieser Mietvertrag läuft 2023 aus und soll nicht verlängert werden. 

Angedacht sei, den Löschzug Rahmedetal auf die Standorte Rosmart und Großendrescheid zu reduzieren – wobei dann aber auch in Großendrescheid neu gebaut werden müsse, weil dieses Gerätehaus den Vorschriften nicht mehr entspreche Auch das Gerätehaus in Evingsen ist auf Dauer nicht mehr für die Wehr geeignet.

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