Feuer an der Grünen Wiese: Haus schwer beschädigt

Qualm drang aus dem Obergeschoss. Das Haus ist unbewohnbar.

ALTENA - Unbewohnbar ist ein Einfamilienhaus im Stadtteil Grünewiese. In einem Kinderzimmer im ersten Obergeschoss an der gleichnamigen Straße war gestern Früh gegen 11.20 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Die heranwachsende Tochter der Familie, die zu diesem Zeitpunkt mit dem Hund allein zu Hause war, konnte ihr Heim unverletzt verlassen.

Mehr als 60 Feuerwehrleute der Löschzüge I (Innenstadt und Knerling) sowie des Löschzuges III (Rosmart, Rahmedetal und Rahmedestraße) kämpften stundenlang gegen das Feuer. Dabei kamen zeitweilig 12 Fahrzeuge aus allen Stadtteilen und viel technischen Gerät zum Einsatz. In der Stadt heulten die Sirenen.

Brandinspektor Alexander Gras, der vor Ort den Einsatz leitete, lobte sein Team für das beherzte Eingreifen. Es hatte dabei in dem neben dem Gebäude der Freikirchlichen Gemeinde liegenden Haus für die Löschwasserzuführung einen Weg von über 400 Meter zurückzulegen. „Das haben wir gut gelöst. Mit Hydranten, aber auch Schlauch, Schlauch, Schlauch“, sagte Gras. Während zwei Wehrleute von der Großen Drehleiter aus das Haus bewässerten, bezog zusätzlich ein Tanklöschfahrzeug Stellung neben der Brandstelle. Auch von hier wurden tausende von Litern Löschwasser benötigt.

Es sei schwer abzuschätzen, welcher Schaden am Haus entstanden sei, meinte Gras. So sei das komplette Obergeschoss verrraucht und ausgebrannt, auch das Dach habe die Wehr abdecken müssen, um auszuschließen, dass es hier noch Brandnester gebe. Einen solchen Wohnungsbrand könne man aber nur mit viel, viel Löschwasser effektiv bekämpfen.

Mit einer Wärmebildkamera gingen Atemschutzträger im Anschluss an die Löschmaßnahmen noch einmal durch das Haus. Zur Feuerursache wollte sich der Chef der Wehr nicht äußern. „Das wäre zum jetzigen Zeitpunkt eher spekulativ.“ Die Polizei hat eigene Brandsachverständige für die jetzt folgenden Ermittlungen hinzugezogen.

Die wirklich gute Nachricht aber ist: Es gab keine Verletzten – weder auf Seiten der Bewohner, noch der Wehr. Und die Anwohner kommen auf Grund der Vermittlung der Freikirchlichen Gemeinde Grüne Wiese zunächst einmal bei Freunden unter.

von Johannes Bonnekoh

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