Festliches Klaviertrio-Konzert in der Burg Holtzbrinck

Mozart und Schubert im direkten Vergleich durch das Luscinia-Ensemble

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Ariane Vesper und Steffen Schrank bescherten mit Tobias Bredohl ihrem Publikum gute Unterhaltung.

Altena - Johannes Köstlin brachte es schön auf den Punkt: Während Mozart Cello und Violine mehr als schmückendes Beiwerk für seine Klavierkomposition empfunden hatte, betrachtete Franz Schubert alle Instrumente als gleichberechtigte Partner. Den direkten Vergleich lieferte am Samstagabend das Luscinia-Ensemble in der Burg Holtzbrinck, das mit je einem Klaviertrio der beiden großen Komponisten angereist war.

Erst vor zwei Wochen hatten die Musiker den Besuch in Altena fix gemacht mit der evangelischen Kirchengemeinde Altena. Der knappe Vorlauf und die große Konkurrenz des Fußballspiels am Samstagabend lockte deshalb nur einen kleinen Publikumskreis in den Georg-von-Holtzbrinck-Saal, doch die 19 Zuhörer ließen sich auf die Worte von Moderator Johannes Köstlin gerne ein: „Entspannen Sie sich, die Musiker spielen gegen den grauen November an!“

Tatsächlich kann bei Mozarts sonnigem und fröhlichem Klaviertrio in E-Dur kaum schlechte Laune aufkommen. Süß und lieblich interpretierten Violinistin Ariane Vesper, Cellist Steffen Schrank und Pianist Tobias Bredohl das reizende Allegro, das die Komposition einleitet.

Wie versprochen ertönte nach der Pause sehr viel voller im Klang Schuberts Klaviertrio Nr. 1 in B-Dur. Sein Spätwerk schenkt jedem Instrument Raum für ein ansprechendes Solo und im Andante und poco mosso treten die Streicher in einen besonders zärtlichen Dialog.

Das Publikum zeigte sich sehr angetan von den Klängen des Luscinia-Ensembles. Freunde der Reihe „Evangelische Kirchenmusik“ haben Ariane Vesper, Steffen Schrank und Tobias Bredohl schon öfter in Altena gehört. Der ausdauernde Applaus bewies: Sie dürfen gerne nochmal wiederkommen.

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