Helferteam bringt Einrichtung auf den neusten Stand 

Ferienheim Juist: Alles fertig zum Saisonstart

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Auf die Bautruppe ist Verlass. Immer mit dabei ist Uwe Storms Mama, die die Mannschaft jedes Jahr bei ihrem Arbeitseinsatz bekocht. Liebevoll wird sie von allen Oma gerufen. Juist ist auch ihre Leidenschaft.

Altena - Viele Menschen verbringen die Ferien wieder in ihrem geliebten Freizeitheim auf Juist. Uwe Storm, Vorsitzender des Fördervereins, kann der beginnenden Saison gelassen entgegensehen: „Im Frühjahr haben wir einen riesigen Arbeitseinsatz gehabt. Das Haus ist auf dem modernsten Stand.“

Allein sechs Tonnen Beton hatte die Stammmannschaft im Gepäck, als sie am 24. März auf Juist ankam. „Leider kam mit uns auch erst das Baumaterial an. Das hätte eigentlich schon ein paar Tage vor uns angeliefert werden sollen, aber es befand sich dann mit uns auf der Fähre.“ 

Kutschen transportieren Material

Auf der Insel ist ja nicht mal eben ein Lkw zu bekommen. Personen und Lasten werden mit Kutschen transportiert und das Fuhrunternehmen musste einige Sondertouren machen. 

„Die Pferde haben ja auch einen TÜV und dürfen nicht mehr wie früher einfach vollbeladene Kutschen ziehen. Da wird schon drauf geachtet, dass die Belastungsobergrenzen nicht überschritten werden“, erklärt Uwe Storm. 

Die menschlichen Belastungsgrenzen spielen allerdings keine Rolle, wenn der jährliche Arbeitseinsatz ansteht. „Es gibt kein ,wir machen morgen weiter’. Denn am letzten Tag auf der Insel gibt es ja kein Morgen mehr...“, schildert er lachend. 

Uwe Storm ist Motor des Freizeitheims.

Mit Peter Jeromin und Daniel Ritz waren wieder zwei versierte Fachhandwerker mitgereist, die beim Um- und Einbau kräftig mit anpackten. Zu tun gab’s jede Menge: „Wir hatten im Baumarkt ein Late Night Shopping-Angebot wahrgenommen und haben sämtliche Waschbecken ausgetauscht. Zudem haben wir die Duschen für die Herren und auch die für die Köchinnen neu gemacht. Da erwarteten uns einige Überraschungen, als die alte Keramik ausgebaut war. Anschlüsse mussten auf eine Höhe gebracht werden, es fehlte Beton und sogar eine Rohrleitung.“ 

Weil auch die Umgrenzungsmauer am Haus erweitert werden sollte, war zum Glück ausreichend Beton mitgebracht worden, um das Duschtassenproblem zu lösen. Im Gepäck hatten die Helfer auch eine neue Hütte als Materiallager, neue Oberbetten und Kissen, neue LED-Panels für die Untergeschossbeleuchtung, Zwischentüren für den Duschbereich und einen Kanaldeckel für das Regenwasserbecken. Alles ist innerhalb weniger Tage verbaut worden. 

Neue Schränke in Planung

Gekürzt wurden zudem die Schränke im Speiseraum, wo sich in der Vergangenheit immer „Schmuddelecken“ bildeten. „Schränke bleiben unser Thema. Im nächsten Jahr wollen wir die in den Zimmern mal austauschen, die sind noch aus D-Mark-Zeiten und schon ein paar mal geflickt. Auch die Steckdosen wollen wir in 2018 neu verlegen und auch die Bodenplatten anheben und Wurzeln entfernen“, erklärt Uwe Storm. 

Zu tun gibt’s immer was auf Juist. Dass es läuft, ist nicht nur der fleißigen Bautruppe zu verdanken, sondern auch allen Spendern und Mitgliedern. „Ohne die und Menschen, die ehrenamtlich anpacken, gäbe es das Erholungsheim nicht!“

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