Kinder basteln Obst für das Drahtmuseum

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Von Kindern für Kinder: Thea Ossenberg und Leon falten Körbe für einen Kaufladen, der im Drahtmuseum während der Ausstellung „Große Welt in Klein“ im November zum Spielen bereit steht. ▪

ALTENA ▪ „Ein Fliegenpilz gehört nicht ins Sortiment!“, da ist sich Marleen ganz sicher. Gemeinsam mit ihren Freundinnen aus Hemer sorgte sie am Mittwoch dafür, dass es im Kaufladen auch etwas zu kaufen gibt. Aus Knetmasse stellten die Mädchen Obst und Gemüse her, Leon und Jan, beides Altenaer Jungs, kümmerten sich um die Brotherstellung.

Gedacht sind die Waren für einen Kaufladen, der im Drahtmuseum zum Spielen einladen soll. Am 11. November wird auf der Burg die Ausstellung „Große Welt in Klein“ mit historischen Puppenstuben aus der Sammlung Ott eröffnet, im Drahtmuseum werden die Kaufläden zu sehen sein.

Da die Exponate teilweise über 150 Jahre alt sind, stehen sie hinter Glas in Vitrinen. Für die kleinen Besucher wird aber im Ausstellungsraum des Drahtmuseums eine Spielecke mit einem Kaufladen eingerichtet, der auch „bespielt“ werden soll. Museumspädagogin Bernadette Lange hatte die Idee, die „Waren“ nicht fertig zu kaufen, sondern von Kindern für Kinder herstellen zu lassen. So entstand die zweitägige Ferienaktion für sechs- bis zehnjährige Kinder.

Obst und Gemüse, Brot und Pralinen aus Fimo, gefaltete und geflochtene Körbe aus Papier oder dünnem Aludraht, bemalte Pappschachteln, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Bei der Umsetzung helfen den Kindern Elke Böttcher und Thea Ossenberg, die auch für kindgerechte Führungen in der Burg zuständig sind.

Kreativ sind die kleinen Künstler, immer mehr Produkte, die sie basteln können, fallen ihnen ein. Marie, die aus Schleswig-Holstein zu Gast in Hemer ist, rollt eine „Zimtschnecke“ und für die Lollys besorgt Elke Böttcher schnell noch Schaschlikspieße als Stiele.

„Morgen müssen wir das alles noch anmalen“ erklärt Böttcher den Kindern. Und zeigt ihnen, wie man die braunen Spitztüten faltet, die es früher in den Tante-Emma-Läden gab.

Zur Einstimmung durften die Kinder zu Beginn der Ferienaktion schon einen Blick in den Ausstellungsraum im Drahtmuseum werfen. In den Vitrinen gab es erstaunliches zu sehen: Antike Holztheken mit zahlreichen Schublädchen, Puppen-„Verkäuferinnen“ mit Schürzen und Häubchen, themenbezogene Kaufläden wie ein Devotionalienladen mit Heiligenbildern und Statuen oder Spielzeug von anno dazumal – eben die „Große Welt in Klein“. ▪ Silvia Sauser

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