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Schwerer Felssturz unterhalb der Burg Altena

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Von: Thomas Bender

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Etliche Tonnen Gestein brachen aus dem Burgberg. © Thomas Bender

Ohne jede Vorwarnung hat sich in der Nacht zu Donnerstag (27. Januar) in der Nette ein schwerer Felsrutsch ereignet. Dabei wurde wichtige Infrastruktur beschädigt.

Update vom 27. Januar, 10.10 Uhr: Tonnenschwere Gesteinsbrocken lösten sich am späten Mittwochabend aus der Felswand unterhalb der Burg Altena. Sie stürzten teils neben und teils auch auf die Ortsvermittlungsstelle der Telekom, in der die Telefon- und Datenleitungen für den Innenstadtbereich zusammenlaufen. Das Gebäude wurde stark beschädigt und darf vorerst nicht mehr betreten werden.

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An dem Gebäude der Telekom enstand erheblicher Schaden. © Thomas Bender

Das Unglück ereignete in einem Hinterhof hinter dem Haus Bachstraße 14. Anwohner hörten am Mittwoch gegen 21.45 Uhr ein lautes Poltern. Als sie dessen Ursache erkannten, alarmierten sie die Feuerwehr. Der blieb allerdings in der Nacht nichts anderes übrig, als die Unglücksstelle mit Hilfe der Polizei uns des Bauhofs abzusperren.

Erst am Morgen wurde das ganze Ausmaß des Schadens sichtbar: Einige hundert Tonnen Stein waren abgebrochen. Teile davon hatten das Dach des Telekom-Gebäudes beschädigt, auch die Eingangstür und ein Fenster sind verschüttet. Da immer noch weitere kleine Gesteinsbrocken fielen, ging das Ordnungsamt von einer akuten Gefahr weiterer Felsstürze aus und zog Geologen und Statiker hinzu. Dazu wurde kontakt zur Kreisverwaltung aufgenommen.

Es gebe eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt, sagte Kreis-Pressesprecher Alexander Bange, der aber auch darauf hinwies, dass dieser Teil des Burgbergs nicht Eigentum des Märkischen Kreises ist.

Offensichtlich ist, dass der Fels mit Drahtnetzen gesichert wurde, als die Telekom dort vor vielen Jahren ihre Ortsvermittlung baute. Dieser Maschendraht konnte aber nichts ausrichten gegen die gewaltigen Felsmassen, die sich am Mittwochabend in Bewegung setzten. Dass am Burgberg auch an anderer Stelle Gefahr droht, ist bekannt: Der Kreis plant für dieses Jahr eine aufwändige Felssicherung oberhalb des Burgwegs. Dort ist er Eigentümer des Geländes. Die Ereignisse in der Nacht zu Donnerstag hätten gezeigt, wie wichtig dieses Vorhaben sei, sagte Bange.

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