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Felssicherungsarbeiten am Burgberg erfordern Spezial-Einsatz

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Unterhalb der Burg Altena holte der Helikopter Material und Bäume ab. Bis zu 800 Kilogramm konnte er pro Flug transportieren.
Unterhalb der Burg Altena holte der Helikopter Material und Bäume ab. Bis zu 800 Kilogramm konnte er pro Flug transportieren. © Wiechowski, Jona

Alle paar Minuten war am Montagnachmittag Hubschrauberlärm in Altena zu hören. Der Helikopter war zwischen 13 und 19 Uhr praktisch pausenlos im Einsatz und flog immer wieder zum Burgberg.

Von dort holte die Maschine Bäume und Material ab und brachte zugleich neues Material für die Sicherungsnetze. Auch am Dienstag wird der Helikopter bis in den Abend hinein fliegen.

Die Arbeiten sind Teil der umfangreichen Felssicherungsarbeiten, für die der Märkische Kreis insgesamt gut 1,5 Millionen Euro in die Hand nimmt.

Sehr unwegsames Gelände

Das unwegsame Gelände ist nicht mit schweren Maschinen erreichbar. Zum Einsatz kamen bereits spezielle Höhenkletterer – und jetzt eben ein Helikopter. Dutzende Male flog dieser zwischen der Burg und einer Fläche hinter der Schwarzenstein-Brache an der B 236 hin und her. Mit einem Seil ausgestattet, nahm er am Burgberg die gefällten Bäume und Material auf. Auf dem Rückweg brachte er Material für die Sicherungsnetze (Bohranker, Nägel, Verschraubungen) mit.

„Dieses Material müsste sonst sehr zeitaufwendig von Hand und mit Menschenkraft bewegt werden“, erklärt Kreis-Pressesprecher Alexander Bange. Die gute Nachricht: „Der Einsatz des Hubschraubers für eineinhalb Tage verkürzt die Gesamtbaumaßnahme circa um zwei Wochen.“

Helikopter kann 90 Minuten in der Luft bleiben

800 Kilogramm kann der Hubschrauber mit einem Flug transportieren. 90 Minuten hielt er mit einer Tankfüllung durch – dann musste aufgetankt werden. Das passierte, so die Planung des Kreises, auf dem Gelände der Mark-E in Werdohl-Elverlingsen, „da hier die Infrastruktur für solche Vorgänge vorhanden ist und genutzt werden kann“, so Kreis-Pressesprecher Bange.

Die Wege rund um die Burg Altena wurden großzügig abgesperrt.
Die Wege rund um die Burg Altena wurden großzügig abgesperrt. © Wiechowski, Jona

Anders als zunächst berichtet – und von Anwohnern der Werdohler Straße befürchtet – diente nicht das Gelände der ehemaligen Firma Bierbach an der B236 als Ziel der Flüge und Abladeort für die Bäume, sondern eine Freifläche hinter der Schwarzensteinbrache im Bereich der Böschungsbaustelle. Diese war für den Helikopter vom Burgberg aus mit einer Überfliegung der Bundesstraße etwa im Bereich des Finanzamtes über unbewohntes Gebiet erreichbar. Das sei eine Grundvoraussetzung zur Genehmigung der Flüge gewesen, wie Bange auf Nachfrage am Montag erklärt. Denn: „Flüge mit Lastentransport dürfen nicht über fließendem Verkehr stattfinden, somit muss für die Straßenquerung per Baustellenampel immer eine kurze Rotphase geschaltet werden“, erklärt Bange. Angefordert hat diese der Pilot per Funk, um die Einschränkung so kurz wie möglich zu halten. Damit war auch die Sorge vor aufgewirbelten Steinen auf der Bierbach-Brache, die Autos und Häuser beschädigen könnten, letztlich unbegründet, sodass die Anwohner der Werdohler Straße – wenigstens ein bisschen – aufatmen konnten.

Hubschraubereinsatz soll Dienstagabend enden

Geplant und beim Luftfahrtbundesamt angemeldet worden war die Flugroute nach einer Risikoabschätzung durch den Piloten. „In diesem Fall liegt für die Flugroute ein geringes Risiko vor, da keine Wohngebäude überflogen werden“, so Bange. Auch am Dienstag werden Flüge stattfinden – laut Kreis zwischen 8 und 18 Uhr. „Wenn alles reibungslos verläuft, wird der Hubschraubereinsatz dann beendet sein.“ Ursprünglich waren vier Tage angesetzt.

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