1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Altena

Felssicherung am Burgberg: Weiterer Heli-Einsatz möglich

Erstellt:

Von: Jona Wiechowski

Kommentare

Bereits seit einigen Wochen arbeitet ein Schreitbagger unterhalb der Burg Altena, um Bohrungen für die Anker vorzunehmen, an denen die Sicherungsnetze befestigt werden.
Bereits seit einigen Wochen arbeitet ein Schreitbagger unterhalb der Burg Altena, um Bohrungen für die Anker vorzunehmen, an denen die Sicherungsnetze befestigt werden. © Wiechowski, Jona

Seit März laufen die Felssicherungsarbeiten am Burgberg. Unter anderem ein Hubschrauber wurde für die aufwendige Maßnahme schon eingesetzt. Jetzt ist klar: Das könnte noch einmal erforderlich werden.

Altena – Wer aus der Innenstadt den Blick in Richtung Burgberg richtet, kann seit Wochen beobachten, wie dort ein Schreitbagger Bohrungen vornimmt. Rund 1000 dieser Löcher sind geplant, um die Felsen mit etwa 3000 Quadratmetern Netz sichern zu können. „Ein Großteil der zu bohrenden Ankerlochbohrungen ist abgeschlossen“, erklärt Ulla Erkens, Pressesprecherin des Märkischen Kreises, auf Nachfrage der Redaktion. Gut möglich, dass noch einmal ein Hubschrauber eingesetzt wird.

Die Felssicherungsarbeiten laufen seit Monaten und sind spektakulär. Nachdem schon Höhenkletterer und ein Hubschrauber für die Arbeiten am Burgberg zum Einsatz gekommen waren, ist seit Ende Juni ein Schreitbagger aus Österreich damit beschäftigt, die rund 4,50 Meter tiefen Löcher für die Anker in den Berg zu bohren. Bei einem Schreitbagger handelt es sich um eine Spezialmaschine, die ihre vier Räder oder Stützfüße einzeln bewegen kann, damit der Bagger in dem steilen Gelände Halt findet. Das Umsetzen nimmt in den Hängen allerdings viel Zeit in Anspruch, weswegen nur rund 30 Bohrungen an einem Tag möglich sind. Dennoch: Der Großteil ist inzwischen geschafft. „Aktuell laufen die Verpressarbeiten der Anker“, erklärt Erkens. „Die Arbeiten liegen nach wie vor im Zeitplan.“

Mitte Juni flog ein Hubschrauber Dutzende Male vom Burgberg zu einem Abladeplatz an der B236 hinter der Industriebrache Schwarzenstein, um gefällte Bäume und Material für die Felssicherung zu transportieren.
Mitte Juni flog ein Hubschrauber Dutzende Male vom Burgberg zu einem Abladeplatz an der B236 hinter der Industriebrache Schwarzenstein, um gefällte Bäume und Material für die Felssicherung zu transportieren. © Wiechowski, Jona

Vor einigen Wochen hatte Robert Weise, Polier der ausführenden Spezialfirma Salmen aus Meschede, die Möglichkeit angesprochen, dass noch einmal ein Hubschrauber eingesetzt werden könnte. Mitte Juni war eine solche Maschine Dutzende Male vom Burgberg zu einem Abladeplatz an der B236 hinter der Industriebrache Schwarzenstein geflogen, um gefällte Bäume und Material für die Felssicherung zu transportieren. Erforderlich geworden war das wegen des unwegsamen Geländes unterhalb der Burg, das nicht mit großen Maschinen befahren werden kann. Beispielsweise die Anker müssen alle von Hand getragen werden.

„Die Absicht, nochmals einen Hubschrauber einzusetzen, besteht noch“, erklärt Kreis-Pressesprecherin Erkens. Auch dieser Einsatz würde dann zur Material-Einfliegung beziehungsweise zum Abtransport von sogenannten Bigpacks, die zuletzt mit Bauschutt und Gehölz gefüllt waren, erforderlich. „Ein Termin und ein genauer Zeitraum für den Hubschraubereinsatz stehen noch nicht fest.“

Unterdessen stehen noch einige Maßnahmen bei den umfangreichen Hangsicherungsarbeiten an, die im März begonnen haben und für die der Kreis insgesamt rund 1,5 Millionen Euro einkalkuliert hat. „Das ausführende Unternehmen ist dabei, in den erforderlichen Netzflächen weitere Ankerlöcher zu bohren“, erklärt Erkens die nächsten Schritte.

Ziel ist nach wie vor, dass die Arbeiten im September/ Oktober und damit vor dem nächsten Winter abgeschlossen werden können.

Auch interessant

Kommentare