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Felssicherung am Burgberg beginnt: Fangzaun wird errichtet

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Von: Bettina Görlitzer, Thomas Bender

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An Seilen gesicherte Arbeiter hängen am Hang und bohren mit pressluftbetriebem Gerät Löcher in den Fels, um schweren Felsrutschen vorzubeugen.
An Seilen gesicherte Arbeiter hängen am Hang und bohren mit pressluftbetriebem Gerät Löcher in den Fels, um schweren Felsrutschen vorzubeugen. © Bender, Thomas

Ein Gutachten sorgte für Alarmbereitschaft, deshalb wurden umgehend Felssicherungen am Burgberg eingeleitet. Nun soll im ersten Bauabschnitt ein Fangzaun errichtet werden.

Altena – Vor der Gefahr schwerer Felsrutsche am Burgberg warnte Ende November Manfred Fischer, Gebäudemanager beim Märkischen Kreis. Wie recht er damit hatte, zeigte sich nur wenige Wochen später, als sich oberhalb der Telekom-Ortsvermittlung etliche Tonnen Gestein lösten und in Richtung Nette rauschten.

Damit haben die Arbeiten, die jetzt begonnen haben, aber nichts zu tun. Zwar wird der Fels am Burgberg gesichert – aber nur da, wo er dem Märkischen Kreis gehört. Bei dem hatten sich Anwohner aus dem Bereich Burgweg beschwert, dass es oberhalb ihrer Grundstücke immer wieder zu Steinschlag komme.

Gutachten offenbart Gefahren: Felssicherung am Burgberg beginnt

Daraufhin wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben, das Ende 2021 im Kreishaus für Alarmstimmung sorgte: Die Gefahr sei groß, es müsse umgehend etwas passieren – so Alexandra Weber, die beim Kreis als Landschaftsarchitektin angestellt ist.

Für eine Ausschreibung blieb keine Zeit, jedenfalls nicht für den ersten Bauabschnitt. Dass der inzwischen begonnen hat, ist praktisch in der gesamten Innenstadt zu hören: An Seilen gesicherte Arbeiter hängen am Hang und bohren mit pressluftbetriebem Gerät Löcher in den Fels. Schon dabei zeigt sich eine besondere Problematik dieser Baustelle: Der Kompressor steht etwas unterhalb der Burgmauer – weiter kam das Zugfahrzeug nicht.

Etliche Meter Druckluftschlauch wurden von dort bis zum Hang knapp oberhalb des Burgwegs gezogen, an dem die Höhenkletterer zur Zeit im Einsatz sind. Alles Material, das sie verbauen, muss von Helfern zu Fuß herbeigeschafft werden – ein Knochenjob für alle Beteiligten.

Felssicherung am Burgberg beginnt: Schutznetz soll Schlimmeres verhinden

Im ersten Akt gilt es, zunächst den Fels im unteren Bereich des Burgbergs mit einem Netz zu sichern. Dann soll ein Fangzaun errichtet werden. Sowas gab es in diesem Bereich schon einmal, Überreste sind noch vorhanden – selbst ein Laie sieht, dass dieser Maschendraht größere Felsbrocken nicht aufhalten kann.

Und die könnten durchaus fallen, wenn es im zweiten Bauabschnitt in den oberen Bereich des Burgbergs geht – dorthin, wo der Fels an einigen Stellen beinahe senkrecht ist. Etwa 2000 Quadratmeter misst die Fläche, über die ein Schutznetz gezogen werden muss. Billig wird die Sache nicht, vor allem auch wegen der logitischen Probleme: Der Kreis stellt sich auf Gesamtkosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro ein.

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