Felsenkeller soll Touristen nach Altena locken

Diese Gestaltung sieht die Gruppe für den Langen Kamp vor.

ALTENA - Überhaupt keinen Zweifel haben Michael Busch, und Wilfreid Bracht daran, dass ihre schon heute morgen veröffentlichten Pläne in den Genuss einer Regionale-Förderung kommen könnte.

Der von ihnen geplante „Felsenkeller“ sei deutschlandweit einmalig, deshalb werde er eine Strahlkraft für die ganze Region haben und sei deshalb zuschussfähig. Sie halten dieses Vorhaben auch für so attraktiv, dass es als Magnet dienen könne. Viele Touristen würden allein deshalb nach Altena kommen weil es in dem Felsenkeller „so gemütlich und so schön ist“, glaubt Bracht. Die Häuserzeile soll übrigens auf alt getrimmt werden – „wir wollen da etwas Nostalgisches“, argumentierte Bracht. Besonders erwähnenswert sei das Glasdach: „Man kann bei jedem Wetter dort hin, auch im Winter“. Vorgesehen ist in diesem Bereich auch eine kleine Veranstaltungsfläche – selbstverständlich müsse dafür gesorgt sein, dass dort immer wieder auch kulturelle Angebote stattfänden.

Zurück zum Markaner: Dort soll neben die Friedenseiche ein Nachbau des Iserlohner Tores gestellt werden. Es stünde auf einer ansonsten gastronomisch genutzten Fläche vor einer hohen, fensterlosen Hauswand. Dieser Vorschlag lehne sich an das Stadtentwicklungskonzept 2015 an, erklärte Wilfried Bracht.

Völlig überraschend war vom Aufzug und von der Frage, wie Touristen zur Burg kommen, in der Präsentation überhaupt keine Rede mehr – erst auf intensive Nachfrage erklärte Michael Busch, ihm sei es lieber, er werde nicht gebaut. Bracht schob diese Entscheidung den Politikern zu: Er will die Pläne nun den Fraktionen zukommen lassen. Es sei ihre Entscheidung, wie sie damit umgingen, sagte er – denkbar (und möglich) sei es schließlich auch, den Antrag für den Bau des Aufzugs um die von seiner Gruppe gemachten Vorschläge zu erweitern. Wenn die Politik auf die Vorstellungen nicht eingehe, behalte Altena-innovativ sich vor, einen eigenen Regionale-Antrag zu stellen.

Bracht sieht sich nach wie vor als Vertreter der Mehrheit aller Altenaer Bürger: „Die ganze Stadt ist gegen den Aufzug“, sagte er. Deshalb schließt er es nicht aus, ein Bürgerbegehren in Gang zu setzen, falls seine Vorstellungen sich nicht durchsetzen. Er räumt aber ein, dass das organisatorisch schwierig werden könnte: Nach wie vor gehören der Gruppe nämlich nur sieben Leute an.

Ihre Pläne will die Gruppe in Kürze im Internet unter http://www.altena-innovativ auch im Internet veröffentlichen. Außerdem zeigen die Mitglieder die Entwürfe am Donnerstag von 9.30 bis 12.30 Uhr in der Burg Holtzbrinck.

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